Der Drogenfund der Salzburger Polizei

© APA/BARBARA GINDL

Salzburg
03/04/2016

Salzburger Polizei gelangen sechs Schläge gegen die Suchtgiftszene

Insgesamt konnten die Beamten elf Kilogramm Kokain sicherstellen.

Die Salzburger Polizei hat in den vergangenen Monaten gleich sechs Mal größere Mengen an Drogen sichergestellt. Wie das Landeskriminalamt am Freitag bei einer Pressekonferenz berichtete, konnten bei den Einsätzen mehr als elf Kilo Kokain, viereinhalb Kilo Cannabisharz und -kraut und 180 Ecstasy-Tabletten aus dem Verkehr gezogen werden. Nach 14 Festnahmen sitzen derzeit noch elf Dealer in U-Haft.

Die Qualität des sichergestellten Kokains war in allen Fällen von sehr hoher Qualität, der Reinheitsgrad des Suchtgifts lag bei 80 Prozent oder sogar noch darüber. "Die zehn Kilo von Mondsee hätte man für den Straßenverkauf mindestens auf 20 bis 30 Kilogramm strecken können", sagte der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamts, Karl-Heinz Pracher.

Zwischen 80 und 120 Euro pro Gramm Kokain

Wie Pracher sagte, liegt der Preis für ein Gramm Kokain derzeit zwischen 80 und 120 Euro. Ihm zufolge spielen in Salzburg derzeit vor allem Cannabis - als Harz oder Kraut - und Kokain eine größere Rolle. Zwar würde die Polizei immer wieder Amphetamine und Metamphetamine sicherstellen, vor allem Ecstasy in Tablettenform werde aber immer weniger. "Der Inhaltstoff MDMA tritt dafür verstärkt in kristalliner Form auf", bestätigte Michalski. "Das schaut aus wie Kandiszucker und wird oft mit Crystal Meth verwechselt."

Derzeit sehr viel Suchtgift am Markt

Eine Zunahme an Drogendelikten in Salzburg wollte Pracher am Freitag nicht bestätigen. Die Kriminalstatistik liege erst mit Ende des Monats vor. Er räumte aber ein, dass es derzeit sehr viel Suchtgift am Markt gebe. "Das ist zwar nicht in Österreich deponiert, kommt aber immer wieder aus anderen Ländern zu uns." Die Polizei setzt bei ihrer Strategie neben dem Einsatz verdeckter Ermittler auf Telefonüberwachungen und Observationen. Letztere seien zwar deutlich zeitintensiver, würden aber in der Regel zu einer Vielzahl von Abnehmern führen. "Mit Scheingeschäften geling es meist, drei bis vier Täter auszuforschen. Bei Überwachungen sind es 70 bis 80 Abnehmer. Allerdings haben die Dealer dann meist nur geringe Mengen bei sich", sagte Prucher.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.