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Gipfelbilanz
09/21/2018

Salzburg freut sich nach dem EU-Gipfel über Gratiswerbung

Das EU-Treffen brachte der Stadt gewaltigen Werbewert und einige Anekdoten

Am Tag nach dem informellen EU-Gipfel in Salzburg eroberten Einheimische und Touristen die Stadt zurück. Der Mirabellgarten gehörte am Freitag wieder frisch vermählten Ehepaaren, sonnenhungrigen Salzburgern und Gästen auf der Foto-Jagd. Tags zuvor war der Garten für die EU-Spitzen und ihr Gruppenfoto reserviert.

Rund um den Gipfel war Salzburg auf internationalen Titelblättern. Fernsehbilder der Stadt bei strahlendem Sonnenschein gingen kostenfrei um die Welt. Nicht zuletzt deshalb zogen die Gastgeber von Landeshauptmann Wilfried Haslauer abwärts eine positive Bilanz. „Der Beitrag Salzburgs war der eines perfekten Gastgebers. Klein, fein, zentral und effizient – damit haben sich Land und Stadt einmal mehr als Treffpunkt der ‚großen Politik’ ausgezeichnet“, resümierte Haslauer.

Der Besuch der Staats- und Regierungschefs dürfte aus touristischer Sicht Gold Wert sein. „Die Bilder, die in die ganze Welt hinausgetragen wurden, sind nahezu unbezahlbar und festigen unseren Tourismusstandort“, sagte Leo Bauernberger, Geschäftsführer von Salzburger Land Tourismus. Herbert Brugger von der städtischen „Tourismus Salzburg“ bilanzierte ähnlich. „Es ist ein gewaltiger Werbeeffekt in einem Umfeld, in dem Salzburg nicht jeden Tag großartig auffällt.“

Gipfel als Referenz

Den Werbewert des Gipfels zu beziffern wäre aber unseriös, meint Brugger. Positive Effekte sollte das Treffen aber auch langfristig haben.

„Wir können eine EU-Tagung machen, ohne dass es große Schwierigkeiten gibt. Das kann man als Referenz schon herzeigen“, sagte Brugger.

Bei einem Rundgang durch die Altstadt zogen Salzburger Geschäftsleute ebenfalls eine positive Bilanz und erzählten Gipfelanekdoten. „Es war aufregend. Bei uns waren am Mittwochabend zwölf Leute von Emmanuel Macrons Security zum Essen“, erzählte Franziska Gensbichler vom Festspielwirt „Triangel“. Der bulgarische Ministerpräsident Bojko Borissow kam allerdings nach der Sperrstunde. Er war nach dem Gipfelabendessen noch auf der Suche nach etwas Essbarem, erzählte ein Mitarbeiter.

Bummelnder Premier

Auch Goldschmied Hartwig Thurner, der die Geschenke des Landes Salzburg, Tauernherzen mit Bergkristall, anfertigte, bekam in seinem Geschäft Gipfelprominenz zu sehen. „Am Donnerstag ist der portugiesische Premier am Geschäft vorbeigekommen, und spanische Delegationsmitglieder waren bei mir“, sagte Thurner. Eissalonbesitzer Fabian Sturm hatte weniger prominente Gäste, aber trotz vorverlegter Sperrstunde am Mittwoch viel Betrieb. „Viele Polizisten haben sich in ihrer Pause bei uns ein Eis geholt. Die Schlange reichte bis auf die Straße“, meinte Sturm.

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