Chronik | Österreich
03.10.2017

Salzburg: Autofahrer rast bei Verfolgungsjagd in einen Bach

Der Autolenker war zuvor mit 195 km/h geblitzt worden, die beiden Fahrzeuginsassen blieben unverletzt.

Bei der Flucht vor der Polizei ist am Montagabend in Niedernsill (Pingzau) ein junger Raser mit seinem Auto in einen Bach gestürzt. Der 21-Jährige war kurz zuvor auf der Mittersiller Straße (B168) mit einer Geschwindigkeit von 195 km/h gemessen worden. Ein Polizist versuchte, den Mann mit einem Anhaltestab zur Seite zu winken, was der Lenker allerdings missachtete.

Die Beamten nahmen die Verfolgung auf, verloren den Wagen aber aus den Augen. Als sie die Suche bereits aufgeben wollten, wurden sie aber von einem Verkehrsunfall in Kenntnis gesetzt. Wie sich herausstellte, war der 21-Jährige bei der Flucht mit weit überhöhter Geschwindigkeit in eine Gemeindestraße eingefahren. Dabei verlor der Pinzgauer die Kontrolle über sein Auto, kam ins Schleudern, schlitterte über einen Schotterparkplatz, prallte gegen einen Holzzaun und stürzte anschließend in einen Bach. Dort kam der Pkw seitlich liegend zum Stillstand.

Der Lenker und seine 18-jährige Beifahrerin konnten sich von selber unverletzt aus dem Auto retten und ans Ufer klettern. Der Raser zeigte sich gegenüber der Polizei sofort geständig. Ein Alkotest verlief negativ. Der 21-Jährige wird wegen mehrerer Übertretungen angezeigt. Außerdem informierte die Polizei die Staatsanwaltschaft, die nun prüfen wird, ob eine Gefährdung der körperlichen Sicherheit vorlag. Das Unfallauto wurde von der Freiwillige Feuerwehr Niedernsill geborgen.