Noch gibt es kein neues Grundstück für die Tiere.

© Rosenthaler

Steiermark
10/24/2013

Quartiersuche für Station der verletzten Störche läuft an

Pflegeeinrichtung hat noch immer kein größeres Areal. Nun schaltet sich das Land ein.

von Elisabeth Holzer

Zehn verletzte Störche sind schon da und werden gesund gepflegt. „Auf die zwei üblichen Wintergäste wart’ ich noch“, schmunzelt Helmut Rosenthaler. „Die kommen jedes Jahr, lassen sich von mir verköstigen und fliegen im Frühjahr wieder.“

Doch seine Storchenstation im südsteirischen Tillmitsch ist längst zu klein geworden. Aus der gesamten Steiermark und dem Burgenland werden verletzte Störche dorthin gebracht. Versuche des Vereins, auf ein größeres Areal zu übersiedeln, scheiterten. Im Gemeinderat gibt es für die notwendige „Sondernutzung im Freiland“ keine Mehrheit. Seit fünf Jahren wird gestritten, jetzt schaltet sich auch das Land ein: Tierschutz-Ombudsfrau Barbara Fiala-Köck und FPÖ-Landesrat Gerhard Kurzmann suchen per Presseaussendung nach einer „neuen Heimat“ für die Störche. „Das Finden eines Grundstücks ist sicher nicht einfach“, weiß auch Kurzmann.

„Storchenvater“ Rosenthaler, pensionierter Voest-Arbeiter, ist froh über jede Unterstützung. Aber eigentlich wäre das ideale Grundstück längst im Eigentum seines Vereines, betont er: 60.000 , ein großer Teil davon Schottergrube, aber auch viel Wiesen und keine Stromleitungen, weit weg von stark befahrenen Straßen. Dort wäre Platz für bis zu 30 Störche. „Am besten wär’, das Land schaltet sich ein und sagt, Leute, seid’s vernünftig, das ist der beste Platz.“ Allerdings liegt der Grund zwischen zwei Gemeinde- und damit auch Jagdgebietsgrenzen. Darin vermutet Rosenthaler das Problem. „Die Jäger wollen uns nicht. Aber die haben sich ins eigene Knie geschossen.“ Ob mit oder ohne Störche, das Grundstück werde eingezäunt und sei als Jagdfläche damit ausgenommen.

Das Land hofft jetzt auf Meldungen von Besitzern geeigneter Grundstücke. Wenigstens 3000 groß müssen sie sein, es dürfen keine Stromleitungen in der Nähe sein, damit die Vögel zufliegen können. Der wichtigste Punkt kommt aber zum Schluss: „Konsens mit der örtlichen Jägerschaft“, heißt es in der Ausschreibung.

Für Rosenthaler ist aber auch die örtliche Lage bedeutend. „Ich wohne in Tillmitsch. Ich bin nicht ind er Lage, so etwas wo anders aufzubauen. Wenn ich wo hinfahren muss, kann ich mir das gar nicht leisten.“

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