Prozess gegen Ex-Sportfunktio­näre endet mit vier Schuldsprüchen

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Foto: KURIER/Deutsch (Symbolbild)

Anklage warf den Beschuldigten die zweckwidrige Verwendung von Vereinsgeldern vor.

Der Prozess gegen fünf Ex-Sportfunktionäre des Sportverbandes ASKÖ Salzburg und der Salzburger Sportvereinigung ASV ist am Freitagnachmittag mit vier Schuldsprüchen wegen Untreue zu Ende gegangen. Der ehemalige Präsident der beiden Vereine erhielt 24 Monate teilbedingte Haft, davon acht Monate unbedingt.

Der ehemalige ASKÖ-Landesgeschäftsführer wurde zu acht Monaten bedingter Haft verurteilt, der ehemalige ASKÖ-Finanzreferent zu sechs Monaten bedingter Haft. Der ehemalige ASV-Finanzreferent kassierte eine 21.600 Euro hohe Geldstrafe und eine bedingte Freiheitsstrafe von sechs Monaten. Die Sportwissenschafterin, die für den ASV tätig gewesen war, wurde freigesprochen. Alle fünf Angeklagten hatten ihre Unschuld beteuert.

Das im Jahr 2016 begonnene Strafverfahren drehte sich laut Anklage um zweckwidrig verwendete Vereinsgelder, der Schaden im Zeitraum 2003 bis 2012 beläuft sich laut Staatsanwaltschaft auf mehrere hunderttausend Euro. Das Gericht hat aber keinen Betrugsvorsatz nachweisen können. Ob die Urteile rechtskräftig sind, war vorerst nicht bekannt.

(apa / and) Erstellt am
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