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Chronik Österreich
04/03/2020

Prognose zum Verlauf der Epidemie in Österreich veröffentlicht

Das Gesundheitsministerium hat eine Prognose zum weiteren Verlauf der Infektionen und Spitalskapazitäten veröffentlicht.

Wie geht es mit der Epidemie weiter? Wie lange dauern die Maßnahmen und Beschränkungen, mit denen soziale Kontakte reduziert werden sollen, noch?

Zwei Fragen, die Österreich derzeit wie keine anderen beschäftigen. Zumindest auf die erste gibt es zwar noch keine eindeutige Antwort, aber immerhin eine vorsichtige Prognose: Das Gesundheitsministerium hat am frühen Abend drei Grafiken veröffentlicht, die eine Ahnung geben könnten, wie sich die Kurve der bestätigten Covid-19-Fälle sowie die Spitalskapazitäten kurzfristig weiterentwickeln könnten.

Die Berechnungen stammen laut Ministerium von einem Konsortium bestehend aus Experten der Technischen Universität Wien/DEXHELPP/dwh GmbH, der Medizinischen Universität Wien/Complexity Science Hub Vienna (CSH) und der Gesundheit Österreich GmbH. Die Gruppe erstellt demnach wöchentliche Prognosen zum Verlauf der Infektionen und verfügbaren Betten im Spitalsbereich. 

Das Gruppe erstellte die Prognose unter der Annahme, dass die ergriffenen Maßnahmen und Beschränkungen auch weiterhin in Kraft bleiben und von der Bevölkerung eingehalten werden.  

Datengrundlage für die Modelle sei das elektronische Meldesystem (EMS) des Bundes, das von den Bezirksverwaltungsbehörden gespeist wird.

Die erste Grafik zeigt, dass die Kurve der Infektionen im günstigsten Fall bereits etwas abflachen und die absolute Zahl der Infizierten bis 9. April unter 15.000 bleiben könnte. Allerdings dürfte es auch nächste Woche täglich zu Steigerungen der bestätigten Fälle kommen, im ungünstigsten Szenario auch erhebliche. Der Höhepunkt der Infektionszahlen ist noch nicht in Sicht.

Die Zahl der belegten Spitalsbetten könnte in der Normalpflege laut Prognose konstant bleiben und in der Intensivpflege noch auf rund 250 bis 270 steigen: