Chronik | Österreich
07.09.2018

Polizist feuert vor Eurobus in Boden: Zwei Verletzte

Suche nach Ursache für Schuss aus Polizeiwaffe auf dem Hautplatz von Wieselburg

Der unbeabsichtigte Schuss eines Polizisten in den Boden verletzte Donnerstagabend in Wieselburg im niederösterreichischen (NÖ), zwei Männer im Alter von 44 und 48 Jahren leicht.

Passiert ist der Vorfall zum Abschluss eines Euro-Informationstages der Nationalbank auf dem Hauptplatz von Wieselburg. Diese informiert in vielen Städten über Neuigkeiten zum Euro und tauscht immer noch Schilling-Scheine um.

Gegen 18.45 Uhr waren alle Beteiligten bereits mit dem Wegräumen der Utensilien beschäftigt. Kunden waren keine mehr anwesend. Ein privater Sicherheitsmann und ein Polizist überwachten gemeinsam das Einräumen von Infomaterial und Banknoten. Da löste sich ein Schuss aus einer Maschinenpistole MP 88, die der Polizist trug. Bei der Waffe handelt es sich um die Polizeivariante des Sturmgewehres StG 77.

Splitter

Das Neun-Millimeter-Projektil schlug in den Boden ein. Splitter trafen die beiden in der Nähe stehenden Männer, den 48-jährigen Buslenker und einen 44-jährigen Sicherheitsmann, den eine Privatfirma stellte.

Der Busfahrer konnte am nächsten Tag bereits wieder arbeiten, der Security-Mitarbeiter wurde aus dem Krankenhaus in häusliche Pflege entlassen. „Wir sind nur froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist“, betonte Christian Gutlederer, Sprecher der Nationalbank.

„Der Polizist ist an der Waffe ausgebildet. Weil er die Waffe vorschriftsmäßig mit dem Lauf nach unten getragen hat, ist zum Glück nicht mehr passiert“, sagt Sprecher Johann Baumschlager von der Polizeidirektion Niederösterreich. Der Polizist wurde befragt, die Maschinenpistole wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft für die Untersuchung sicher gestellt.