Chronik | Österreich
25.06.2018

Schüsse in Bregenzer Wohnhaus: Bewaffneter festgenommen

Zeugin hörte Schüsse. Frau tot im Haus aufgefunden. Die Polizei konnte den mutmaßlichem Täter festnehmen, nachdem der aus dem Fenster sprang.

In Bregenz ist am Montagvormittag eine junge Frau durch Schüsse ums Leben gekommen. Sie wurde im Stiegenhaus eines Gebäudes gefunden, in dem sich der mutmaßliche Täter bewaffnet in einer Wohnung im zweiten Stock verschanzt hatrw. Die Polizei ging von einer Beziehungstat aus. Nicht klar war vorerst allerdings, in welchem Verhältnis der Mann und die Frau zueinanderstehen.

Der bewaffnete Mann, der sich nach tödlichen Schüssen auf eine Frau in einem Wohnhaus in Bregenz verschanzt hat, ist kurz vor 14.00 Uhr festgenommen worden. "Die Lage ist unter Kontrolle, der Täter ist unter Kontrolle", hieß es seitens der Polizei am Tatort. Der mutmaßliche Täter war zuvor aus einer Höhe von mindestens acht Meter aus dem Fenster gesprungen, hieß es aus Polizei-Kreisen

Die Polizei erklärte damit den Einsatz an Ort und Stelle für beendet. Die näheren Umstände der Festnahme erläuterte die Polizei zunächst nicht. Sie stellte aber dezidiert fest, dass der Mann am Leben sei. Details sollen am Nachmittag in einem Pressegespräch bekanntgegeben werden. 

Zeugin hörte Schüsse, Frau tot

Gegen 10.15 Uhr wurde die Bregenzer Polizei von einer Ohrenzeugin von Schüssen im Raum Laimgrubengasse und Strabornstraße informiert. Die Polizei riegelte daraufhin das Gebiet großräumig ab, das Einsatzkommando Cobra drang in das Gebäude ein. Die junge Frau lebte noch, als die Spezialeinheit Cobra in das Gebäude vordrang. Sie lag schwer verletzt im Stiegenhaus, erlag jedoch kurz darauf ihren Schussverletzungen.

Bis kurz nach Mittag sind alle anderen Personen aus dem Haus gerettet worden, darunter eine Schwangere und ein Kind. Danach übernahm das Verhandlungsteam und das Einsatzkommando zog sich zurück. Laut Angaben einer Nachbarin lebt in den zwei bis drei Wohnungen in dem Gebäude eine Großfamilie mit mehreren Kindern. Bisher habe es nie Vorkommnisse gegeben, sagte sie der APA.