Chronik | Österreich
09.10.2018

Nach Brand im Gleinalmtunnel: Wrack-Bergung wohl erst in der Nacht

Ausgebranntes Fahrzeug muss über Nordportal aus der Röhre gezogen werden.

Die Bergung des im Gleinamtunnel in der Steiermark ausgebrannten Wracks wurde nach den ersten Arbeiten in die Nachtstunden verschoben. Seit Dienstagfrüh versucht eine Spezialtransportfirma neue Räder an den schwer beschädigten Kranwagen zu montieren. Er muss dann rund sieben Kilometer im Schritttempo Richtung Norden aus dem Tunnel gezogen werden.

Parallel dazu hat die Asfinag mit der Überprüfung des Betons im Umkreis des Brandherds begonnen, um eingrenzen zu können, wie weit Tunnel-Innenschale und Zwischendecke saniert werden müssen. "Mindestens sind es 80 Meter. Auch die Fahrbahn ist beschädigt und muss teilweise erneuert werden, so wie die gesamte Sicherheitstechnik, die durch den Brand auf einer Länge von 300 Metern zerstört wurde", hieß es Dienstagmittag in einer Aussendung der Autobahngesellschaft.

Auf der Umleitung über die Brucker Schnellstraße (S35) und die Semmering Schnellstraße (S6) gab es Dienstagvormittag keine nennenswerten Verzögerungen. Die Asfinag appellierte dennoch, für die Dauer der Sperre des Gleinalmtunnels die großräumige Umfahrung über die Südautobahn (A2) bis zum Knoten Villach und weiter über die Tauern Autobahn (A10) zu nutzen.

Der Brand des Schwertransporters mit Kranaufsatz hatte am frühen Freitagnachmittag für einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt. 81 Personen mussten sich aus dem Tunnel retten, teilweise schafften sie das über die Fluchtschächte in die alte Röhre, die seit der Fertigstellung der neuen Röhre 2017 saniert wird.