Chronik | Österreich
07.08.2018

Murenabgang schloss sieben Personen in Tiroler Tal ein

Betroffenen mussten mit Polizei-Hubschrauber ausgeflogen werden. Murenabgänge und Straßensperren in Tirol und Vorarlberg.

Starke Regenfälle haben am Montagabend in Tirol zu mehreren Murenabgängen geführt. Sieben Personen mussten nach im Windachtal im Gemeindegebiet von Sölden im Ötztal (Bezirk Imst) durch den Polizeihubschrauber "Libelle" ausgeflogen werden. Sie waren aufgrund der Mure in dem Seitental eingeschlossen, berichtete die Exekutive.

Zwei weitere Personen wurden zu Fuß von der Bergrettung Sölden ins Tal begleitet. Alle blieben unverletzt und waren durch den Murenabgang zu keinem Zeitpunkt gefährdet, hieß es.

Straßen gesperrt

Ebenfalls im Ötztal ist am Montagabend ein Bach bei Längenfeld über die Ufer getreten und verlegte die Gemeindestraße. Die Ötztalstraße (B186) und der parallel daneben verlaufende Radweg mussten zwischen 18.45 und 20.15 Uhr komplett gesperrt werden. Die B186 konnte schließlich wieder freigegeben werden, der Radweg blieb jedoch vorerst geschlossen.

In Innerschmirn (Bezirk Innsbruck-Land) wurde die Schmirntalstraße auf einer Länge von rund fünf Metern durch einen Murenabgang verlegt und war zwischen 17.00 und 18.30 Uhr nicht befahrbar. Danach konnte eine Fahrspur der Straße wieder geöffnet werden. Die Aufräumarbeiten sollen am Dienstag durchgeführt werden. Personen kamen nicht zu Schaden.

Zwei Murenabgänge nach Gewitter in Vorarlberg

Gewitter und starke Regenfälle haben am Montagnachmittag in Vorarlberg zwei Muren ausgelöst. Im Gemeindegebiet von Lech am Arlberg ging eine Mure in der Nähe der L198 auf der Höhe des Zürser Tälis ab. Sie erreichte zwar die Straße nicht, die Fahrbahn wurde jedoch trotzdem überschwemmt. Auf der Silvretta Hochalpenstraße verlegte eine Mure teilweise die Straße.

In Lech führte der Flexenbach zu viel Wasser und überschwemmte die L198. Diese musste für kurze Zeit gesperrt werden. Verletzt wurde auch durch den Murenabgang gegen 16.15 Uhr niemand.

Die Silvretta Hochalpenstraße wurde gegen 17.30 Uhr in drei Kehren im Gemeindegebiet von Partenen verlegt. Fahrzeuge, die sich zum Zeitpunkt des Murenabgangs auf der Straße in diesem Bereich befanden, wurden von Mitarbeitern der Vorarlberger Illwerke und der Polizei ins Tal gelotst. Es wurden weder Personen noch Autos beschädigt. Wegen der erhöhten Steinschlaggefahr blieb die Silvretta Hochalpenstraße über Nacht gesperrt.

Die Vorarlberger Feuerwehr war zwischen 17.00 und 19.00 Uhr vor allem in Zürs, Stuben, in Klösterle und im hinteren Montafon verstärkt im Einsatz. Insgesamt zwölf Einsätze wurden gezählt, sagte ein Sprecher der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Vorarlberg gegenüber der APA. Vor allem umgestürzte Bäume, über die Ufer getretene Bäche und vollgelaufene Keller hatten die Einsatzkräfte auf den Plan gerufen.