Die Frau wurde von einem Zeugen aus der U-Bahn befördert (Symbolbild)

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In münchner U-Bahn
03/04/2016

München: Österreicherin beschimpft Mädchen mit Nazi-Parolen

Die 44-Jährige wurde festgenommen. Die Polizei sucht nach Zeugen.

In einer Münchner U-Bahn hat eine Österreicherin Mittwochabend Fahrgäste fremdenfeinlich angepöbelt und beschimpft. Zeugen griffen ein. Die Münchner Polizei sucht nach Zeugen.

Wie die Polizei mitteilte, fuhr am Mittwoch gegen 23.35 Uhr eine 44-jährige Österreicherin in München in der U2 in Richtung Feldmoching. Die Frau setzte sich neben ein Mädchen und beschimpfte es mit den Worten „Scheiß Kanake, scheiß Asylant, verpiss dich in dein Land und Deutschland will dich nicht“.

Studenten griffen ein

Ein 28-jähriger Student, der den Vorfall beobachtete, setzte sich zum Schutz neben das stark eingeschüchterte Mädchen und beruhigte sie. Kurz vor dem U-Bahnhof Scheidplatz kam es noch zu einer Rangelei zwischen der Angreiferin und einem 26-jährigen Studenten, der ebenfalls den Vorfall beobachtete und helfen wollte. Einem weiteren, noch unbekannten Zeugen, der ebenfalls helfen wollte, drohte sie, die Kehle aufzuschneiden und gab an, dass sie einen Totschläger mit sich führe und den auch einsetzen werde. Dieser unbekannte Fahrgast beförderte die Frau im Anschluss aus der U-Bahn.

Zwischenzeitlich hatten die aufmerksamen und couragierten Zeugen die Polizei informiert. Die Österreicherin schrie auf dem Weg Richtung Oberfläche zweimal laut "Heil Hitler". Dies konnte von den beiden Studenten eindeutig gehört werden. Auch gegenüber den eintreffenden Polizeibeamten war die 44-Jährige verbal aggressiv und machte einen verwirrten Eindruck.

Die in Deutschland obdachlose Frau wurde am Freitag dem zuständigen Haftrichter des Polizeipräsidiums München vorgeführt. Sie muss sich wegen Bedrohung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Volksverhetzung und Beleidigung verantworten.

Zeugen gesucht

Personen, insbesondere das Mädchen und der unbekannte Helfer, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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