APA14138408-2 - 14082013 - WÖRGL - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT CI - Polizei am Tatort in Wörgl, nachdem in der Nacht auf Mittwoch, 14. August 2013, eine 54 Jahre alte Taxifahrerin von einem Unbekannten in der Nähe des Bahnhofs in ihrem Taxi erstochen worden war. APA-FOTO: ZOOM-TIROL

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Tirol
08/14/2013

Taxifahrerin erstochen - Ex-Freund gesteht die Tat

Ex-Freund legte ein Geständnis ab. Eifersucht gilt als Motiv.

Auf ihre Pension hat sich Monika A. schon gefreut. „Drei Jahre hat sie noch, das hat die Monika mir erzählt“, schildert Manfred Hauer. Der Tiroler hat die 54-Jährige am Standplatz vor dem Bahnhof in Wörgl Dienstagnacht getroffen, mit ihr getratscht. „Über die Gäste, die so einsteigen. Dann hab’ ich einen Fahrgast gekriegt und bin weggefahren.“
Wenige Minuten nach diesem Gespräch war die Frau tot. Getötet durch mehrere Stiche in den Hals: Als mutmaßlicher Täter wurde der frühere Lebensgefährte der Taxilenkerin verhaftet.

Der 44-Jährige soll laut Christoph Hundertpfund vom Landeskriminalamt Tirol gestanden haben. Als mögliches Motiv gilt Eifersucht: Die 54-Jährige soll sich erst vor einem Monat von dem Landwirt getrennt haben und aus seinem Haus ausgezogen sein. Zwei Jahre lang seien die beiden ein Paar gewesen. „Aber er hat sie zurückhaben wollen“, beschreibt Hundertpfund.

Dienstagnacht soll er demnach in das Taxi seiner Ex-Freundin eingestiegen sein, bewaffnet mit einem Klappmesser: Auf dem Video einer Überwachungskamera ist eine Gestalt zu sehen, die im Wagen Platz nahm. Das Auto setzte sich in Bewegung, kam aber nach 150 Metern zum Stillstand. Allerdings fiel Zeugen auf, dass der Wagen wackelte. „Das lässt darauf schließen, dass ein Kampf stattgefunden hat“, überlegt der Kriminalist. Nach zwei Minuten stieg der Mann wieder aus und rannte davon. Die 54-Jährige konnte dann noch selbst aus dem Taxi aussteigen, brach jedoch daneben zusammen.

Zeugen holten Hilfe. Der Notarzt konnte A. noch wiederbeleben, doch sie starb kurz darauf, der Blutverlust war zu groß. Der Verdächtige wurde Mittwoch, kurz vor sieben Uhr Früh, in seinem Haus festgenommen. Auch die mutmaßliche Tatwaffe wurde dort gefunden.

19-Jähriger stach Onkel nieder: „Jetzt bist du dran“

Irgendwas stimmt nicht mit ihm“, dachte sich der 41-jährige Erol K. aus Linz, als ihn sein obdachloser Neffe Dienstagabend besuchte. „Er hat behauptet, er muss unbedingt mit mir reden. Gesagt hat er dann nichts, sondern ist nur unruhig in der Wohnung herumgelaufen. Wir befürchten, er hat Drogen genommen.“

Weil er nicht wollte, dass seine Frau und die beiden Söhne, zwölf und 16 Jahre alt, von dem Trubel etwas mitbekommen, ging K. mit seinem Neffen auf den Balkon. Aus dem Nichts soll plötzlich der Satz gefallen sein: „Ich hab’ meine Mutter und meine Schwester umgebracht, und jetzt bist du dran.“

Daraufhin soll der 19-Jährige ein Messer gezückt und ihm mehrmals in den Nacken und in den Kopf gestochen haben. „Ich habe mich vor Panik weggedreht, da hat er mich von hinten attackiert. Mehr weiß ich nicht, ich war völlig hinüber“, schildert K. Der 41-Jährige wurde in der Nacht im AKh Linz operiert und ist außer Lebensgefahr.

Der Verdächtige wurde am Mittwoch den ganzen Tag einvernommen. Ein Motiv hat sich dabei noch nicht herauskristallisiert, sagt Polizeisprecher Adolf Wöss.

Der Aussage, er habe Mutter und Schwester getötet, werde nachgegangen. „Derzeit gibt es aber keine Hinweise auf ein weiteres Gewaltverbrechen.“ Der 19-Jährige ist noch in Polizeigewahrsam. Bis heute Abend muss die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob Untersuchungshaft verhängt wird.

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