Chronik | Österreich
14.09.2018

Minister hebt Tempo 100 wieder auf

Südautobahn: Kurvenradius ist doch nicht zu eng, der „Luft-Hunderter“ bei Klagenfurt bleibt aber

Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) hebt die umstrittene Tempo-100-Beschränkung auf der Südautobahn (A2) auf dem drei Kilometer langen Teilstück zwischen Griffen und St. Andrä wieder auf. Er habe bereits die Asfinag mit der Umsetzung beauftragt, sagt er.

Im Sommer 2018 galten plötzlich 100 km/h auf dem Abschnitt im Lavanttal. Die Asfinag hatte nach Bauarbeiten einen Gutachter beauftragt, der zum Schluss kam, der Kurvenradius sei zu eng für Tempo 130. Hofer verordnete schließlich Tempo 100. Das Land Kärnten gab um rund 7000 Euro ein Gegengutachten in Auftrag, das Hofer übermittelt werden sollte. Dieser reagierte aber bereits vorher. Es sei nicht schlüssig, dass man auf einer Strecke jahrzehntelang 130 km/h fahren durfte, nach einer Generalsanierung jedoch plötzlich nur noch 100 km/h. Der Minister betont, die Grundlagen für Infrastrukturplanung seien in den Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen (RVS) festgeschrieben. „In manchen Bereichen brauchen wir hier eine Modernisierung.“

In diesem Zusammenhang fordert Hofer auch das Land Kärnten auf, den rund drei Kilometer langen „Luft-Hunderter“ zwischen Klagenfurt-Ost und Klagenfurt-Flughafen auf der A2 zu überdenken. Die positiven Effekte durch diese Maßnahme auf die Luftgüte seien de facto nicht messbar. Dem widerspricht Kärntens Umweltlandesrätin Sara Schaar (SPÖ): „Der Luft-Hunderter wirkt, EU-Grenzwerte im Bereich der Stickoxide werden deutlich unterschritten.“