Chronik | Österreich
21.06.2018

Lkw-Blockabfertigung: Polizei bezieht Container um 50.000 Euro

Transitstreit in Tirol: Der Container verfügt über ein Signalsystem, das die Einordnung in den Verkehr erleichtern soll.

Nach dem für ihn nicht zufriedenstellenden Transit-Gipfel in Bozen am 12. Juni hatte Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) eine härtere Gangart in dem seit Jahren schwelenden Verkehrsstreit angekündigt. Er drohte neben einer Ausweitung des Lkw-Nachtfahrverbots mit mehr Blockabfertigungen im Schwerverkehr bei der Einreise nach Österreich, die erstmals Anfang Oktober 2017 beim Autobahngrenzübergang Kufstein getestet wurden. Seither kommt es regelmäßig zu Lkw-Rückstaus auf bayerischer Seite, wenn die österreichische Polizei nur noch bis zu 300 Lkw pro Stunde einreisen lässt.

"Tolle Einrichtung"

In Tirol stellen sich die Behörden nun offenbar tatsächlich darauf ein, dass diese Maßnahme noch länger aufrecht bleibt: Das Land steckte 50.000 Euro in einen maßgefertigten Container für die Polizei. Markus Wildmann, Leiter der Tiroler Verkehrspolizei, sprach von einer „tollen Einrichtung“. Die Beamten seien künftig nicht mehr Wind und Wetter ausgesetzt, betonte Bernhard Knapp, Leiter der Abteilung Verkehrsrecht beim Land Tirol. Die erste Bewährungsprobe hat der Container am 2. Juli: Dann ist die nächste Lkw-Dosierung geplant.