Chronik | Österreich
10.04.2018

Litauer brachen bei vier Autohändlern ein

Airbags, Navigationsgeräte und LED-Scheinwerfer als Beute - 414.000 Euro Schaden - Duo in Salzburg in Haft.

414.000 Euro Schaden haben Einbrecher im vergangenen Jahr in vier Autohäusern in Nieder- und Oberösterreich sowie in Salzburg angerichtet. Sie hatten es auf Lenkräder samt Airbags, Navigationsgeräte und LED-Scheinwerfer abgesehen. Zwei tatverdächtige Litauer wurden nach Angaben der Landespolizeidirektion Niederösterreich vom Dienstag in Schweden festgenommen.

Von 6. Juni bis 29. August 2017 waren insgesamt 41 Einbruchsdiebstähle in Neu- und Gebrauchtfahrzeuge der Marke BMW verübt worden. Heimgesucht wurden dabei Autohändler in Sooß (Bezirk Baden) und Frauenhofen (Bezirk Horn), in Haid (Bezirk Freistadt) sowie in Hallwang (Bezirk Salzburg Umgebung).

Nach Polizeiangaben schlugen die Täter jeweils Seitenscheiben der Fahrzeuge ein und demontierten in der Folge fachgerecht die Lenkräder samt Airbags, Navis und LED-Scheinwerfer. Die Beute wurde ins Ausland gebracht. Vom Gesamtschaden entfielen 306.000 Euro auf Diebesgut.

Im Zuge der Ermittlungen wurden ein 26-jähriger und ein 32-jähriger litauischer Staatsbürger als Beschuldigte ausgeforscht. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt erließ EU-Haftbefehle. Der jüngere der Männer wurde in Schweden festgenommen und im Dezember 2017 nach Österreich ausgeliefert. Der 32-jährige wurde ebenfalls in Schweden gefasst und im März überstellt.

Das Duo war bei der Vernehmung teilweise geständig. Es wurde in die Justizanstalt Salzburg eingeliefert.