Chronik | Österreich
07.12.2018

Leoben: Mann verkaufte eine halbe Million Euro Falschgeld

Der 33-Jährige wurde verhaftet. Er soll das Geld über das Darknet verkauft haben.

Die Festnahme eines Falschgeldproduzenten in Leoben hat in zahlreichen Ländern Europas Ermittlungen ausgelöst. Der in der obersteirischen Stadt ausgeforschte 33-Jährige soll Fälschungen im Nennwert von mindestens einer halben Million Euro über das Darknet verkauft haben. Verschickt wurde das Geld mit Paketdiensten. Über die Qualität der Fälschungen machte das Bundeskriminalamt keine Angaben.

Seit Juni festgenommen

Ermittler des BK und des Landeskriminalamtes Wien waren im Oktober 2017 auf mehreren illegalen Verkaufsplattformen im Darknet auf die Spur des Produzenten gekommen. Seine Identifizierung und die Ausforschung der Werkstätte nahm die Ermittlungsarbeit von mehreren Monaten in Anspruch. Der 33-Jährige sei weitgehend geständig, so das BK.

100 Adressen identifiziert

Nachverfolgt wurden schließlich auch die Routen zu den Käufern des Falschgelds. Laut Vincenz Kriegs-Au wurden mehrere 100 Adressen identifiziert. Bei den Kunden des "Blüten"-Produzenten erfolgten - international abgestimmt, von Europol koordiniert - von 3. bis 6. Dezember Durchsuchungen von Häusern und Wohnungen.

20 dieser Durchsuchungen wurden in Österreich durchgeführt, und zwar am 5. Dezember: Je sechs in Wien und Niederösterreich, jeweils zwei in Kärnten und Vorarlberg, drei in der Steiermark und eine in der Oberösterreich, wie Kriegs-Au erläuterte. Sichergestellt wurden neben Falschgeld, Suchtmittel, Waffen und vor allen IT-Equipment. Eine Person wurde festgenommen, allerdings nicht in Zusammenhang mit Falschgeld, sondern wegen Drogenhandels.