Chronik | Österreich
02.07.2018

Leichenfund in Tirol: 74-jähriger Bekannter festgenommen

Der Mann soll die Tat laut Ermittlern gestanden haben. Leiche des 75-Jährigen war im April entdeckt worden.

Nach dem Fund einer Leiche bei Flurreinigungsarbeiten in Fritzens (Bezirk Innsbruck-Land) im vergangenen April hat die Polizei einen 74-Jährigen als mutmaßlichen Täter ermittelt.

Über den Verdächtigen wurde am Montag die Untersuchungshaft verhängt. Der 74-Jährige, der laut Polizei nach seiner Festnahme geraume Zeit verhört wurde, habe gestanden, seinen Bekannten im Frühjahr 2016 getötet zu haben. Sowohl das Motiv als auch die näheren Tatumstände seien noch nicht gänzlich geklärt, hieß es.

Die Leiche war am 30. April in der Nähe eines Fußballplatzes bei Flurreinigungsarbeiten entdeckt worden. Sie steckte in einem Plastiksack, der oberflächlich eingegraben und mit Ästen bedeckt war. Eine DNA-Analyse bestätige Wochen später, dass es sich bei dem Toten um einen seit Juli 2016 als abgängig gemeldeten Tiroler handelt. Das Opfer stammte ursprünglich aus Wörgl und war zuletzt in Innsbruck wohnhaft gewesen. Für die Ermittler sei er "kein Unbekannter", hieß es, hatte die Justiz doch in den 1980er- und 1990er-Jahren zahlreiche Verfahren gegen den Mann wegen Eigentums-und Suchtmitteldelikten geführt.

Der Tatortgruppe sei es trotz der "schwierigen Bedingungen" - immerhin betrug die Liegezeit der Leiche rund zwei Jahre - gelungen, über 500 Spuren zu sichern und zu bearbeiten. Zwei der biologischen Spuren hätten schließlich zum Beschuldigten geführt, hieß es.

Der 75-Jährige wurde den Ermittlern zufolge durch "einen schweren Angriff auf den Kopf" getötet. Zudem soll der Fundort des Toten nicht mit dem Tatort ident sein. Die Leiche wurde offenbar dorthin gebracht und versteckt

Der 74-Jährige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft am vergangenen Freitag gegen 21.00 Uhr in Innsbruck festgenommen. Seit heute, Montag, befindet er sich in U-Haft.

Zwei der biologischen Spuren hätten schließlich zum Beschuldigten geführt, hieß es.