Lawinengefahrt in Tirol: Stufe 3 der fünfteiligen Gefahrenskala

© APA/BARBARA GINDL

Lawinengefahr
03/06/2016

Warnung: Weiter heikle Lawinensituation im Westen

Es herrscht verbreitet Warnstufe 3, das bedeutet eine erhebliche Lawinengefahr.

Die Lawinensituation blieb auch am Sonntag in Tirol und Vorarlberg heikel. In beiden Bundesländern herrschte in höheren Lagen verbreitet Lawinenwarnstufe 3 der fünfteiligen Skala und damit "erhebliche" Lawinengefahr. Aufgrund des drehenden Windes treffe man in allen Hangrichtungen auf Gefahrenstellen. Die Hauptgefahr gehe von den frischen Triebschneeansammlungen aus, hieß es.

In Vorarlberg besteht laut Landeswarnzentrale die erhebliche Lawinengefahr bereits ab 1.800 Metern, in Tirol ab 2.000 Metern. Achten müsse man vor allem auf Triebschneepakete in steilen Rinnen und Mulden, hinter Geländekanten und im kammnahen Gelände. Bereits eine einzelner Wintersportler reiche aus, um eine Lawine auszulösen.

Insbesondere in den Tuxer, Stubaier, Ötztaler und Zillertaler Alpen sowie im südlichen Osttirol ist in hohen Lagen zusätzlich auf ein mögliches Altschneeproblem zu achten, so der Lawinenwarndienst des Landes Tirol. Durch große Zusatzbelastung, zum Beispiel durch die Auslösung frischer Triebschneepakete oder durch den Abgang von spontanen Lockerschneelawinen könne die Schneedecke bis in tiefere Schichten durchbrechen. Dann wären auch größere Lawinen möglich.

Mit dem Schrecken kam in der Nacht auf Sonntag eine Pkw-Lenkerin im Gemeindegebiet von Neustift im Stubaital (Bezirk Innsbruck Land) davon. Unmittelbar vor ihrem Auto ging eine Lawine auf die Ranalter Straße ab und verschüttete die Fahrbahn auf einer Breite von 150 Metern drei bis vier Meter hoch. Noch Sonntag früh war die Straße zur Stubaier Gletscherbahn gesperrt, wie die Polizei mitteilte.

In der Früh tagte die Lawinenkommission, die Dauer der Straßensperre sei vorerst noch nicht absehbar, hieß es. Die Einsatzkräfte konnten zunächst nicht zum Lawinenkegel gelangen, da die Gefahr eines weiteren Schneebretts gegeben sei. In der Nacht habe die Polizei aber bereits eine grobe Suche nach verschütteten Personen bzw. Autos durchgeführt. Man gehe deshalb davon aus, dass sich keine Menschen unter den Schneemassen befinden.

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