Knittelfeld

© Rotes Kreuz

Steiermark
08/12/2013

Kran auf Wohnhaus gestürzt

Bei dem Unfall in Knittelfeld wurde der Kranführer leicht verletzt. Sonst dürfte niemand zu Schaden gekommen sein.

von Elisabeth Holzer

Ingeborg Bacher sitzt in kurzen Jeans und T-Shirt am Terrassentisch bei ihrer Nachbarin. „Mein Garteng’wand“, beschreibt die Obersteirerin. „Ich hab’ noch nicht einmal Gewand, Geld oder meinen Schlüssel aus der Wohnung holen können.“

Sieben Wohnungen mussten in Knittelfeld evakuiert werden, nachdem Montagmittag ein tonnenschwerer Kran auf zwei Mehrparteienhäuser gestürzt ist: Es herrschte Einsturzgefahr.

Noch untersuchen Polizei, Staatsanwaltschaft und Sachverständige, was zu dem Unfall geführt hat. Vermutet wird, dass der Kran bei einer Gewichtsprobe umgekippt sein könnte. Das 30 Meter hohe Gerät wurde laut Anrainern erst vergangene Woche in der Baugrube aufgestellt, etwa 30 Meter von zwei älteren Häusern entfernt. Ein neuer Wohnbau soll dort entstehen. Doch plötzlich ein Knall. „Da war ein Tuscher, eine Staubwolke. Dann war nur noch eine halbe Minute lang Totenstille“, erinnert sich Nachbarin Silvia Fritz. „Ich hab’ zuerst geglaubt, eine Bombe haben ’s reingehaut.“ Ingeborg Bacher dachte an ein Erdbeben: „Und dann geh’ ich raus und seh’ schon den Kran. Ich hab’ mir nur gedacht, was ist mit dem Kranführer?“

Der Mann überstand den Zwischenfall mit vergleichsweise glimpflichen Verletzungen, er wurde im LKH Judenburg behandelt. Zwei Wohnungen wurden jedoch völlig demoliert, der Kranausleger durchbrach die Decke. Zum Glück wurde niemand verletzt: Eine Familie ist auf Urlaub, die Mieter der anderen Wohnung waren bei der Arbeit.

Um ganz sich zu gehen, schickte das Rote Kreuz noch Suchhunde durch die Trümmer, auch eine Wärmebildkamera wurde eingesetzt. Nach zweistündiger Suche konnte aber Entwarnung gegeben werden. Zwei 120 Tonnen schwere Spezialkräne wurden außerdem angefordert, um den umgestürzten Kran aufzurichten.

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