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Chronik Österreich
01/02/2019

Kärnten rüstet sich für winterliches GTI-Treffen

Mehrere Parkplätze gesperrt. Buchungslage aber bisher eher verhalten.

Mehrere 1.000 Personen haben auf Facebook ihr Kommen angesagt, am Donnerstag soll es schließlich so weit sein: Unter dem Titel "Low at Snow" wollen Anhänger des GTI-Treffens am Wörthersee zusammenkommen. Die Buchungslage war aber bis einen Tag vor Beginn noch verhalten - nichtsdestotrotz rüsteten sich aber schon Polizei und Behörden für die kommenden Tage.

Dass auch abseits des eigentlichen GTI-Treffens, das am Christi-Himmelfahrt-Wochenende stattfindet, Tuning-Fans nach Kärnten kommen, ist nicht neu - so haben sich bereits veranstalterlose und unorganisierte Zusammenkünfte im Frühling und im Herbst etabliert. Zum ersten Mal haben Autoliebhaber nun aber auf Facebook zu einem Winter-Treffen aufgerufen. Dieses soll am Donnerstag, dem 03.01., starten und bis Sonntag dauern.

Bei den Anrainern an den Hotspots in Mittelkärnten schrillen deshalb schon die Alarmglocken - schließlich heißen solche Aufrufe, dass es zu dieser Zeit zu teils massiven Lärmbelästigungen durch die Autofans kommen kann. Sei es durch Gummi-Gummi, also das absichtliche Durchdrehenlassen der Räder, oder absichtlich verursachte Fahlzündungen, auch von illegalen Autorennen ist die Rede.

Polizei in Alarmbereitschaft

Die Polizei ist jedenfalls in Alarmbereitschaft - auch wenn man die Zahlen auf Facebook in Relation setzt, dort haben fast 2.000 Autoliebhaber ihr Kommen angekündigt und mehr als 10.000 ihr Interesse an dem Event bekundet. "Derzeit sieht es nicht so aus, als würden die Massen nach Kärnten strömen", sagte Polizeisprecherin Waltraud Dullnigg am Mittwoch auf APA-Anfrage. Trotzdem sei man vorbereitet, man beobachte die Lage und sei an den Hotspots verstärkt im Streifendienst, im Notfall könnten auch rasch weitere Streifen hinzugezogen werden.

Reagiert hat man auch im Naturpark Dobratsch - immerhin ist die kurvenreiche Villacher Alpenstraße, die zum Park führt, bei GTI-Fans besonders beliebt, und zwar mit allen möglichen Nebenerscheinungen wie etwa Lärmbelästigungen. "Solche Auswüchse sind nicht mit einem Naturpark vereinbar. Jeder kann gerne die Natur hier genießen, aber man solle sich an Regeln halten", sagte Naturpark-Manager Robert Heuberger. Aus diesem Grund hat man sechs der elf Parkplätze an der Straße gesperrt, die bei Gummi-Gebern besonders beliebt sind.

Darüber hinaus setzt man im Naturpark aber auf Prävention: "Ab morgen bekommt jeder, der mit dem Auto die Alpenstraße befahren will, einen Infozettel, auf dem Benimmregeln vermerkt sind." Am größten Parkplatz soll auch ein Einweiser die Lage beobachten und bei vermehrten Auffahrten von getunten Autos die Polizei um eine Kontrollfahrt bitten. Außerdem werde es unregelmäßige Schwerpunktkontrollen durch das Naturpark-Team geben, so Heuberger.

Wie viele Autofans nach Kärnten kommen, lässt sich schwer vorhersagen - denn während die Buchungslage auf ein eher überschaubares Aufkommen hindeutet, könne man noch nicht vorhersagen, wie viele Tagesgäste kommen werden, so Heuberger - sie dürften vor allem aus dem Oberkärntner Raum, aus der Steiermark, Slowenien oder Norditalien anreisen.

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