Jeder fünfte Verkehrstote ist ein Motorradfahrer
Bis 14. Juli sind heuer 42 Motorradfahrer in Österreich tödlich verunglückt. Damit war bisher jeder fünfte Verkehrstote ein Biker, berichtete der ÖAMTC am Donnerstag. Die meisten Motorradfahrer verunglückten in der Steiermark (10), gefolgt von Niederösterreich und Oberösterreich (je 9).
"Das Motorrad ist das Verkehrsmittel mit dem höchsten Risiko, tödlich zu verunglücken", sagte ÖAMTC-Verkehrsexperte David Nose. Während sich die Zahl der Verkehrstoten auf Österreichs Straßen in den vergangenen 20 Jahren generell verringert, ist die Anzahl der getöteten Motorradfahrer nahezu konstant geblieben. Zurückzuführen sei das zum Teil auf eine Verdoppelung der Motorrad-Bestandszahlen in den vergangenen zwei Jahrzehnten und einer gesteigerten Verkehrsleistung der Biker, erklärte Nose.
Jeder fünfte Verkehrstote ist Motorradfahrer
Rund zwei Drittel aller heurigen tödlichen Motorradunfälle waren Alleinunfälle oder Frontalkollisionen, zumeist ausgelöst durch einen Fahrfehler des Bikers. Die häufigsten Ursachen seien riskante Überholmanöver und zu schnelles Fahren in Rechtskurven, wodurch der Biker in den Gegenverkehr gerät, wusste der ÖAMTC-Verkehrsexperte. Zudem würden Motorradfahrer aufgrund ihrer schmalen Silhouette und die oft unterschätzte Annäherungsgeschwindigkeit leicht übersehen.
87 Prozent der Motorradunfälle passieren bei trockener Fahrbahn im Sommer. "Mit ein Grund dafür ist, dass viele Biker das eigene Können gerade bei sehr guten äußeren Bedingungen nicht realistisch einschätzen", sagte Nose. Er empfiehlt eine defensive Fahrweise und das regelmäßige Üben von Notbremsungen, Ausweichmanövern und Kurvenfahren.
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