Innsbruck: Oppitz-Plörer bleibt Stadtchefin
Klinikmanagerin Christine Oppitz-Plörer von der VP-nahen Liste "Für Innsbruck" bleibt Innsbrucker Stadtoberhaupt. Nach einer harten Wahlkampfauseinandersetzung mit ihrem früheren Fraktionskollegen und jetzigen VP-Kandidaten Christoph Platzgummer kam sie bei der Stichwahl am Sonntag bei niedriger Wahlbeteiligung auf 56 Prozent.
Ihr ÖVP-Konkurrent Christoph Platzgummer kam auf 44 Prozent. Das geht aus dem auf der Homepage der Wahlbehörde veröffentlichten vorläufigen Endergebnis hervor. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 44,5 Prozent.
Oppitz-Plörer vergrößerte gegenüber dem ersten Wahldurchgang ihren Abstand auf Platzgummer, der vor zwei Wochen rund drei Prozent betragen hatte (31,3 Prozent zu 28 Prozent). Die Innsbrucker hatten indes offenbar wenig Lust auf den Wahlgang: Von den 96.861 Wahlberechtigten gaben gerade einmal 43.131 ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag damit nochmals deutlich unter dem historischen Tiefstwert von Mitte April (52,3 Prozent).
Seit 2010 Bürgermeisterin
Die am 7. Juni 1968 in Innsbruck geborene Oppitz-Plörer ist seit 2010 Bürgermeisterin. Damals löste die nun 43-Jährige Hilde Zach ab, die sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Stadtpolitik zurückgezogen hatte. Zur Favoritin für die Zach-Nachfolge wurde die Innsbruckerin erst Mitte 2009, als damals Platzgummer nach Bekanntwerden der Fußball-EM-Finanzen das Handtuch warf.
Die geschiedene Mutter eines Sohnes und einer Tochter startete ihre berufliche Ausbildung nach der Matura mit dem Abiturientenkurs an der Handelsakademie in Innsbruck, den sie im Jahr 1988 mit Matura abschloss. Das nachfolgende Studium der Volkswirtschaftslehre bis zur Sponsion 1993 beendete sie mit der Diplomarbeit "Reform der Familienbesteuerung".
Von 1996 bis 2002 war sie bei den Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH beschäftigt. Ihre Aufgabenstellung in dieser Zeit umfasste die Büroleitung im Vorstandsbereich mit der Zuständigkeit für Bau, Technik und Finanzen. Im Jahr 2000 kandidierte Oppitz-Plörer auf der Bürgerliste "Für Innsbruck" von Herwig van Staa und wurde im April 2000 in den Innsbrucker Gemeinderat gewählt.
Von Dezember 2002 bis Juni 2009 war sie Stadträtin für Erziehung, Bildung, Kinder- und Jugendbetreuung, Familie, Frauen und Senioren. Nach der Gemeinderatswahl im April 2006 wurden diese Ressorts um Gesundheit, Markt- und Veterinärwesen ergänzt. Am 8. Juni 2009 schließlich wurde Oppitz-Plörer nach dem Ausscheiden Platzgummers vom Innsbrucker Gemeinderat mit 34 von 40 Stimmen zur 2. Vizebürgermeisterin der Landeshauptstadt Innsbruck gewählt. Als Bürgermeisterin war sie bisher unter anderem für Personal, Sicherheit, Finanzen und Stadtplanung zuständig.
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