Chronik | Österreich
10.08.2018

Immobilien-Betrügereien: 39-jähriger Kärntner verurteilt

Immo-Makler fälschte Urkunden, um Opfer zu täuschen. 126.000 Euro Schaden, 18 Monate bedingte Haft.

Ein 39 Jahre alter Kärntner ist am Freitag am Landesgericht Klagenfurt wegen schweren, gewerbsmäßigen Betrugs zu 18 Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Er hatte als Immobilienmakler eine Reihe von Personen getäuscht und um insgesamt 126.000 Euro gebracht. Etwa hatte er ungerechtfertigterweise Provisionen kassiert und Anzahlungen entgegengenommen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Urkunden gefälscht

Wie Staatsanwältin Ines Küttler ausführte, ging der Angeklagte bei seinen Betrügereien höchst professionell vor. Er fälschte sogar Urkunden, um seine Opfer zu täuschen. Man müsse ihm aber zugutehalten, dass er von Anfang an geständig war und einen Teil des Schadens bereits wieder gut gemacht habe. Der Angeklagte hatte seit der Schulzeit über seinen Verhältnissen gelebt und versuchte dann, seine finanzielle Misere durch die Betrügereien auszugleichen. Der Kärntner selbst sagte, er bereue, was passiert sei. "Der Fehler wird sicher nicht mehr passieren."

Richter Uwe Dumpelnik sagte in der Urteilsbegründung, dass der Gesetzgeber Milde walten habe lassen, als er den Strafrahmen auf sechs Monate bis fünf Jahre senkte. Das Geständnis und die Schadenswiedergutmachung seien strafmildernd, erschwerend die mehrfache Qualifikation durch die Fälschung von Urkunden und dass es insgesamt sieben Angriffe gegeben hatte. "Spezialpräventiv spricht nichts dagegen, die Strafe auf eine Probezeit von drei Jahren auszusetzen", so Dumpelnik. Der Angeklagte nahm das Urteil an, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab.