Chronik | Österreich
13.09.2018

Hartinger-Klein will einheitliche Regelung bei Hundehaltung

Nach der Hundebissattacke auf einen Einjährigen in Wien.

Nach der Hundebissattacke auf einen Einjährigen meldet sich jetzt Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) zu Wort. Die Ministerin will nach dem Vorfall „einheitliche rechtliche Sicherheitsregelung für alle Bundesländer“. Der Vollzug des Tierschutzgesetzes und der darauf basierenden Verordnungen ist Landessache. Deshalb sei die Notwendigkeit einer übereinstimmenden Vorgehensweise der Länder gegeben.

„Um einen einheitlichen Vollzug in ganz Österreich zu haben, wurde der Vollzugsbeirat eingerichtet“, teilte die Ministerin am Donnerstag in einer Aussendung mit. Eine der Aufgaben dieses Gremiums sei es, Richtlinien, die für einheitliche Vollziehung des Tierschutzgesetzes in den Ländern notwendig sind, zu erarbeiten.

„Während Wien und Niederösterreich für bestimmte Hunderassen verpflichtend einen Hundeführschein vorschreiben, wird etwa in Oberösterreich ein allgemeiner Sachkundenachweis für das Halten von Hunden und ein erweiterter Sachkundenachweis für auffällige Hunde verlangt“, sagte Hartinger-Klein. Falls ein Besitzer in ein anderes Bundesland übersiedle, bestehen dort ganz andere Anforderungen. „Aus diesem Grund brauchen wir eine einheitliche Regelung, was die Ausbildung der Hundehalter und die Klassifizierung der Rassen betrifft“, forderte die Politikerin.

Weiter Lebensgefahr

Die 48-jährige Hundebesitzerin des Rottweilers hatte einen Hundeführschein absolviert, das Tier befand sich auch vorschriftsmäßig an einer Leine. Jedoch hatte sich das Tier von der alkoholisierten Frau losgerissen und den kleinen Waris am Kopf gebissen. Ein Beißkorb war gesetzlich gesehen zusätzlich nicht notwendig, müsse nur an stark frequentierten Orten benutzt werden. Das einjährige Opfer schwebt indes weiter in Lebensgefahr.