Nächste Woche könnte der Kartnig-Prozess bereits zu Ende gehen.

© APA/HANS KLAUS TECHT

steiermark
11/03/2014

Hannes Kartnig werkt auf der Krankenstation

Graz. Noch keine Entscheidung über Einspruch.

von Elisabeth Holzer

Er wünschte sich einen Job und bekam ihn: Hannes Kartnig ist als Hausarbeiter auf der Gefängnis-Krankenstation im Einsatz. Der 63-Jährige verrichtet laut Oberstleutnant Kurt Schmiedbauer von der Justizanstalt Graz-Jakomini seit dem Wochenende Hilfsdienste wie die Essensausgabe an Häftlinge, aber auch Reinigungsarbeiten.

Wie berichtet, sitzt Kartnig seit Mittwoch wieder in der Justizanstalt. Die Fußfessel wurde ihm nach Ausflügen in die Oper und ein Wiener Restaurant abgenommen. Der Steirer hat laut Justizvollzugsdirektion gegen die Auflagen verstoßen, die mit dem Privileg des Hausarrestes verbunden waren. Kartnig ist wegen Abgabenhinterziehung rechtskräftig zu 15 Monaten Haft sowie 5,5 Millionen Euro Geldstrafe verurteilt, suchte aber um Fußfessel an und bekam sie am 15. September angelegt.

Fünf Wochen später war sie dann auch schon wieder weg. Ob gegen den Widerruf des Hausarrests Einspruch erhoben wird, soll kommende Woche feststehen. Sobald die schriftliche Begründung der Justiz bei Anwalt Roland Kier einlangt, weshalb der Hausarrest gestrichen wurde, läuft eine Frist: Binnen 14 Tage haben Kartnig und seine Anwälte dann Zeit, Beschwerde dagegen einzubringen. Darüber hinaus ist der Anwalt schweigsam: Es sei vereinbart, keine Stellungnahmen mehr abzugeben.

Neuer Prozess

Ab 12. November wird aber ohnehin im Grazer Straflandesgericht viel zu hören sein. Kartnig sowie einige weitere Ex-Vorstandsmitglieder des SK Sturm müssen erneut wegen Betrugsverdachts vor Gericht. Das Verfahren dürfte bis Mitte Dezember dauern.

Es geht um den Vorwurf, Bundesliga als auch Land Steiermark um rund 1,2 Millionen Euro übervorteilt zu haben; ein Punkt, den Kartnig im Gegensatz zur Steuersache stets bestritt. Im ersten Verfahren 2012 gab es dafür drei Jahre Haft und einen Freispruch in Bezug auf die Bundesliga, doch der Oberste Gerichtshof hob den Freispruch als auch das Strafausmaß auf.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.