Graz: Kunde rastete in Bank aus

Der 40-Jährige beschädigte Telefone und Computer, weil er nicht seinem Wunsch gemäß behandelt worden war.

Ein Kreditkunde ist am Montag in einer Grazer Bank ausgerastet, weil er sich offenbar schlecht behandelt fühlte. Der 40-Jährige schlug dem Filialleiter ins Gesicht und zerstörte Telefone, Drucker und Computer - "alles, was er in die Hände bekam", so ein Polizist am Dienstag. Der Mann wurde festgenommen, er wurde wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung angezeigt.

Der 40-Jährige war am Montag zu Mittag mit seiner Freundin in die Bank gekommen, um einen Termin mit seiner Betreuerin wegen einer Kreditumschuldung wahrzunehmen. Da die Betreuerin erkrankt war, wurde ihm ein Termin mit dem Filialleiter angeboten, der allerdings gerade in einer anderen Besprechung war. Das Paar ging in der Zwischenzeit eine Pizza essen.

"Der Mensch im Mittelpunkt"

Nach der Rückkehr in die Bank empfing sie der Filialleiter am Schalter und verlangte - weil er den Fall nicht kannte - die Erstellung einer Haushaltsrechnung. Der Kunde wollte die Angelegenheit nicht am Schalter abgehandelt wissen, der Filialleiter hatte allerdings laut Polizei in wenigen Minuten wieder einen Termin. Da fiel der Blick des 40-Jährigen auf einen Folder der Bank, auf dem u.a. die Worte "Der Mensch im Mittelpunkt" geschrieben stand.

"Nach seinen eigenen Angaben ist der Mann ausgerastet, als er das gesehen habe", so ein Polizist. Der unbescholtene Mann attackierte den Filialleiter und zerstörte die Geräte, wodurch ein Sachschaden von rund 5.000 Euro entstand. Beim Eintreffen der alarmierten Polizei hatte sich der 40-Jährige aber wieder einigermaßen beruhigt.

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