Das Werksgelände der Zellstoff Pöls AG auf einem Archivbild.

© Zellstoff Pöls AG

Steiermark
03/24/2014

Explosion in Zellstoffwerk Pöls

Arbeiter erlitt Verbrennungen. Zweiter Unfall innerhalb einer Woche.

Das Zellstoffwerk der Pöls AG in der Obersteiermark wurde erneut Schauplatz eines Arbeitsunfalls: Nachdem am vergangenen Montag ein Arbeiter bei Waggonreinigungsarbeiten getötet wurde, kam es am Sonntagabend zu einer Verpuffung in einem Laugenkessel. Ein Arbeiter wurde dabei verletzt. Ein zweiter Mitarbeiter, der sich gerade in einem Aufzug befand, erlitt einen Schock. Die beiden Vorfälle stehen jedoch in keinem Zusammenhang.

Weil man gegen 20.00 Uhr eine Instabilität festgestellt hatte, wurde der Kessel heruntergefahren und die Brennstoffzufuhr unterbrochen. Gegen 20.45 Uhr kam es zu einer Verpuffung. Der 40-jährige Dampfturbinenwärter wurde von plötzlich austretender heißer Lauge getroffen und erlitt dabei Verbrennungen unbestimmten Grades. Sein Kollege blieb unverletzt, war aber aufgrund des mit dem Unglück verbundenen Stromausfalls einige Zeit in einem Aufzug gefangen.

Umwelt nicht gefährdet

Der 40-jährige Turbinenwärter wurde nach Erstversorgung durch den Notarzt in das LKH Graz eingeliefert. Nach einem Notfallplan waren Werksfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr rasch an der Unfallstelle und leiteten Sicherungsmaßnahmen ein. Gefahr für die Umwelt habe nicht bestanden, das Unfallgeschehen sei lokal begrenzt gewesen, hieß es von Polizei und Unternehmen. Zur Klärung wurde ein Expertenteam aus Werksverantwortlichen, Behördenvertretern und externen Fachkräften eingesetzt.

"Es könnte eine Leckage gewesen sein", sagte Vorstand Gunther Sames am Montag. Der Kessel sei zuletzt im Sommer 2013 gewartet und ordnungsgemäß abgenommen worden. Der Schaden an der Anlage sei gering, bis zur Umstellung auf einen Reservekessel dürfte es aber zu einem Produktionsausfall von bis zu einem Tag kommen.

Erst am vergangenen Montag war es auf dem Werksgelände der Pöls AG zu einem tödlichen Arbeitsunfall gekommen, der allerdings in keinem Zusammenhang mit dem aktuellen stand: Ein mit Waggonreinigungsarbeiten beschäftigter 49-jähriger Holzplatzarbeiter war vom Greifarm eines Baggers getroffen worden.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.