Chronik | Österreich
25.05.2018

Experten warnen vor Blitzhochsaison

150.000 Blitze erwartet. Österreich zählt zu den blitzgefährdetsten Regionen Europas.

Es soll ein Rekordsommer mit bis zu 150.000 Blitzen werden: Wettertechnisch werden laut Experten die kommenden Monate besonders intensiv. Zum einen wird wieder mit hohen Temperaturen gerechnet, zum anderen sollen 2018 so viele Blitze einschlagen wie noch nie. Das österreichische Blitzortungssystem ALDIS registrierte heuer bereits 20.000 Blitzeinschläge. Die meisten Einschläge werden im Juni, Juli und August erwartet – man rechnet mit 100.000 bis 150.000 weiteren.

„Jahr für Jahr kommt es in Österreich zu schweren Schäden aufgrund von Blitzeinschlägen. Was wenige wissen: Österreich gehört mit Oberitalien und Slowenien zu den blitzgefährdetsten Regionen Europas“, erklärt Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit. Besonders gefährdet sind die Steiermark und Kärnten. Wegen der südlichen Lage und Nähe zur Adria bietet die Atmosphäre hier sehr oft die ideale Mischung von Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit.

Laut Experten wird die Gefahr, die von einem Einschlag ausgeht, viel zu oft unterschätzt. Allein im Jahr 2016 sind mehr als 20 Prozent aller Brände (1519 Brandgeschehen) auf die Zündquelle „Blitz“ entfallen; daraus ergab sich eine Brandschadenssumme von 14,3 Millionen Euro. Als Schutz empfehlen die Experten Blitzschutzanlagen und Überspannungsschutzgeräte.