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Chronik Österreich
10/10/2019

Eingewiesen: 18-Jähriger randalierte am Landesgericht Salzburg

Die Richterin wies den jungen Mann in Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher ein. Danach versuchte dieser zu flüchten.

Ein 18-Jähriger hat am Donnerstag am Landesgericht Salzburg zu randalieren begonnen, nachdem ihn eine Strafrichterin in eine Anstalt für geistig abnorme, nicht zurechnungsfähige Rechtsbrecher eingewiesen hatte. Der an Schizophrenie leidende Bursch, dem gefährliche Drohung vorgeworfen worden war, warf einen Sessel um und versuchte zu flüchten. Er wurde von Justizwachebeamten überwältigt.

"Es ist niemand verletzt worden", sagte Gerichtssprecher Peter Egger zur APA. Der rabiate junge Mann hatte mit seinem Verhalten für Schreckminuten im Gerichtssaal gesorgt und auch einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Richterin aktivierte den Alarm, daraufhin eilten Polizisten ins Justizgebäude. Die Lage hatte sich in der Zwischenzeit bereits beruhigt. Der 18-Jährige befand sich wieder unter Kontrolle der Justizwachebeamten. Sie hatten ihm die Handschellen angelegt.

Der Teenager ist laut einem Gerichtsgutachten psychisch krank. Er soll am 24. Februar 2019 in Hallein gegenüber Polizisten gedroht haben, er werde "alle Menschen umbringen" und "Leute mit dem Messer erstechen". Die Einweisung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher wurde von der Richterin heute unbedingt ausgesprochen.