Chronik | Österreich
10.06.2017

E-Card: Hauptverband will Foto auf freiwilliger Basis

Fotopflicht wäre zu teuer, sagt SV-Dachverbands-Chef. Dies könnte bis zu 18 Millionen Euro kosten.

Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger unternimmt einen weiteren Anlauf, die E-Cards mit Fotos der Versicherten zu versehen. Laut einer Vorabmeldung des Magazins "profil" will der Chef des Sozialversicherungs-Dachverbands, Alexander Biach, ein solches Bild auf freiwilliger Basis einführen. Eine "Fotopflicht" auf der Sozialversicherungskarte wäre laut Biach zu teuer.

Ob und wie die E-Card mit einem Foto des Versicherten versehen werden könnte, wird seit Jahren diskutiert. Damit soll verhindert werden, dass andere - nicht versicherte - Personen mit einer fremden Sozialversicherungskarte zum Arzt gehen. Laut Biach drohen aber Kosten bis zu 18 Mio. Euro, würde man allen Versicherten um eine Foto "nachlaufen". Er schlägt daher eine Lösung auf freiwilliger Basis vor: "So bekommen die Bürger nach Verlust oder Diebstahl einer Karte die Sicherheit, dass niemand sie missbräuchlich verwendet."

Gefordert wird das Foto auf der E-Card seit Jahren von der Ärztekammer. Seit 2015 müssen nämlich die Ärzte überprüfen, ob die Versicherungskarten von ihren tatsächlichen Besitzern verwendet werden. Die Ärztekammer lehnt das allerdings ab: "Mediziner haben Kranke zu behandeln und nicht Ausweiskontrollen abzuwickeln", wird Präsident Artur Wechselberger im "profil" zitiert.