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Chronik Österreich
06/19/2020

Dolmetschen bei Gericht soll künftig doppelten Wert haben

Nach Kritik durch Rechnungshof und Berufsverband sind Maßnahmen in Erarbeitung

von Victoria Schmidt

Deutliche Verbesserungen könnte es künftig für Gerichtsdolmetscher geben. Wie berichtet, war die Justiz zuletzt vom Rechnungshof schwer für ihren Umgang mit Dolmetschleistungen kritisiert worden.

Auch der ÖVGD (Österreichischer Verband f. allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Dolmetscher) fordert seit Jahren Lohnanpassungen.Das war nun Inhalt einer Gesprächsrunde im Justizministerium, bei dem der Vorschlag ausgearbeitet wurde, die Beträge deutlich zu erhöhen.

Bisher wird die erste halbe Stunde bei Gericht mit 24,50 Euro entlohnt, jede weitere halbe Stunde mit 12,40 Euro, pro Zeile gibt es 0,79 Euro. Dem Vernehmen nach könnte die Entlohnung künftig mindestens doppelt so hoch sein.

Prüfung soll attraktiver werden

Konkrete Zahlen will man noch nicht nennen, ÖVGD-Präsidentin Andrea Bernardini spricht aber von einem „Meilenstein“.

Die Anpassungen sollen nur für zertifizierte Gerichtsdolmetscher gelten, um die dafür erforderliche Prüfung wieder attraktiv zu machen und um der Praxis entgegenzuwirken, dass Gerichtsaufträge über Agenturen vermittelt werden.

Diesem Vorstoß sollen weitere Gespräche folgen, damit der Verbesserungsentwurf im Herbst in die Budgetverhandlungen einfließen kann – dann ist der Finanzminister am Zug.

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