Chronik | Österreich
20.05.2018

Diözese Graz finanziert Deutschkurse für Asylwerber

100.000 Euro werden in der Oststeiermark investiert. Die Caritas wird das Vorhaben umsetzen.

Die Diözese Graz-Seckau finanziert in den kommenden Monaten Deutschkurse für Asylwerber in der Oststeiermark. Bischof Wilhelm Krautwaschl kündigte diese Initiative am Freitag in Weiz an, wie die Kathpress am Sonntag meldete. Insgesamt werden 100.000 Euro investiert, die Umsetzung der Initiative erfolgt über die Caritas.

Damit könnten 400 Menschen unterstützt werden, so Krautwaschl. Die Initiative sei zwar nur ein "Tropfen auf den heißen Stein", allerdings brauche es im Moment genau solche konkreten Dinge. Damit könne man "eine Stimmung wieder in eine andere Richtung umschlagen lassen". Bei der Pfingstveranstaltung in Weiz übte der Initiator der "Weizer Pfingstvision", Fery Berger, zudem scharfe Kritik am Kurs der Bundesregierung im Asylbereich.

Die Finanzierung der Deutschkurse für Asylwerber abzuschaffen, sei Zeichen einer "herzlosen" Politik, die nicht nur "inhuman" sondern auch wirtschaftlich kontraproduktiv sei. Denn durch die Streichung der Finanzierung verlängere sich der Integrationsprozess um ein bis zwei Jahre. Das werde um vieles mehr kosten, als jetzt Kurse zu finanzieren.