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Verkehr
09/03/2019

Der Sommer auf der Straße: Mehr Staus und Unfälle

Laut ÖAMTC nahmen die Behinderungen im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Prozent zu. Dafür stand man kürzer im Stau.

von Kevin Kada

Insgesamt 613 Staus im Sommerreiseverkehr verzeichnete der ÖAMTC in diesem Jahr. Das ist ein Plus von 8,5 Prozent im Vergleich zu 2018. Während die Anzahl der Staus zwar zugenommen hat, war die Dauer der einzelnen Stauvorkommen jedoch kürzer als im Vorjahr.

"Vom frühen Freitagnachmittag bis in die Sonntag Abendstunden waren die Transitrouten heuer fast durchgehend stark belastet. Dadurch hat sich der Verkehr besser verteilt und Megastaus von 20 Kilometer Länge und mehr blieben so heuer aus", erklärt Gilles Dietrich von der ÖAMTS-Mobilitätsinformation.

Stauursache Nummer eins: Überlastung

Hauptverantwortlich für die meisten Staus waren klassische Überlastungen durch zu viele Autos an der gleichen Stelle. Sie machen einen Anteil von 40 Prozent am Gesamtvolumen aus. Dicht dahinter sind aber auch bereits die Unfälle mit 33 Prozent.

Auch wenn Autofahrer immer wieder gerne über Baustellen und die dadurch entstehenden Verzögerungen schimpfen, die geplanten Bauvorhaben machten nur acht Prozent der Staus aus.

Stärkstes Wochenende

Gezählt wurden, wie auch in den vergagnenen Jahren, Staus mit einer Länge von mehr als 1,5 Kilometern beziehungswiese Verzögerungen von mindestens 15 Minuten. Das verkehrsreichste Wochenende war einmal mehr der Ferienbeginn in Bayern und Baden-Würtemberg Ende Juli, als von den Transitrouten 82 Staus gemeldet wurden.

Tirol an der Spitze

Den ersten Platz im Bundesländer-Stauranking in diesem Jahr belegt einmal mehr Tirol. Mehr als jeder vierte Stau wurde hier verzeichnet. Auf Rang zwei und drei liegen Salzburg und Steiermark. Damit ist auch nicht verwunderlich, dass die am stärksten betroffene Strecke die Fernpass Straße B179 in Tirol war. Alleine dort wurden dem ÖAMTC 68 Staus gemeldet. Knapp dahinter folgen die A10 Tauern Autobahn, die A9 Pyhrn Autobahn sowie die A1 West Autobahn.

"Hier fallen die Unterschiede bei den Stauursachen auf", erklärt ÖAMTC-Experte Dittrich. Während auf der B179 fast 90 Prozent und auf der A10 knapp 70 Prozent der Staus durch Überlastung entstanden sind, waren auf der A1 mit 63 Prozent vor allem Unfälle die Hauptursache.