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Chronik Österreich
03/23/2020

Höchstens ein Prozent der Kinder wird in den Schulen betreut

Die meisten Schüler lernen daheim, wenig los ist auch in Kindergärten und Horten.

von Elisabeth Holzer

Die Corona-Pause wird in den österreichischen Schulen offenbar eingehalten. Immer mehr Kinder und betreuungspflichtige Jugendliche sowie Eltern haben sich auf das Lernen daheim eingestellt, wie es seitens der Bildungsdirektionen und Landesregierungen hieß. Auch in Kindergärten und Horten ist fast nichts los.

Demnach waren in Wien laut Auskunft des Magistrates zuletzt nur 0,3 Prozent aller von den Maßnahmen betroffenen Kinder und Jugendlichen in den Schulen. Insgesamt gibt es in der Bundeshauptstadt 150.000 Schüler. Die Lehrer dagegen sind offiziell im Dienst, rund 1.000 Pädagogen machten bisher an den Schulen Betreuungsangebote.

In den städtischen Kindergärten und Horten waren am Freitag auch nur noch exakt 210 Kinder. Üblicherweise sind 33.730 zur Betreuung angemeldet nur 0,6 Prozent waren am Freitag tatsächlich vor Ort. Rund neun Prozent des Personals stand bereit.

Verantwortung

Auch in Niederösterreich nimmt die Moral zu, was die Maßnahmen im Schulbereich betrifft. Vergangenen Montag, also am ersten Tag der verordneten Heimarbeit, kamen laut Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) noch rund 2.000 Schüler, zuletzt seien nur noch 400 Schüler zu betreuen gewesen. Die Reduktion sei „ein Beweis dafür, dass die Menschen ihrer Verantwortung sich selbst und ihren Mitmenschen gegenüber voll und ganz nachkommen“, betonte Teschl-Hofmeister. Üblicherweise sitzen in Niederösterreich 196.000 Kinder und Jugendliche in den Schulen.

Aus Oberösterreich heißt es, dass höchstens ein Prozent der Kinder in den Schulen sei. „Erste Rückmeldungen zeigen, dass die Umstellung auf Fernlehre gelungen ist“, versicherte Vizelandeshauptfrau Christine Haberlander (ÖVP). In der Steiermark sind die Besuchszahlen im Lauf der ersten Woche mit den neuen Regeln ebenfalls stetig gesunken: Am Donnerstag waren im gesamten Bundesland nur noch 340 Schulkinder nicht zu Hause, das sind 0,3 Prozent aller Schüler.

Schulen verwaist

In Kärnten ging laut Bildungsdirektion schon von Beginn der Maßnahmen an die Anzahl der Schüler in den Klassen „gegen Null“. Im Burgenland erschien schon am ersten Tag in 35 von 46 Schulen kein einziges Kind. Generell galt für ganz Österreich: Je höher die Schulstufen, desto weniger Betreuung wurde in Anspruch genommen.

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