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Chronik Österreich
09/14/2020

Coronagesetze: Für Kärntner Gastronomie "absolut unverständlich"

Neue Regeln sind für Eventbranche ein "zweiter Lockdown". Ampelregelung wäre wesentlich genauer.

Die Kärntner Gastronomie protestiert gegen die verschärften Regeln für Veranstaltungen. Stefan Sternad, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer, bezeichnete es am Montag als „absolut unverständlich“, dass österreichweite Einschränkungen gelten, obwohl die Infektionszahlen nur in einzelnen Bundesländern steigen würden.

Die angekündigte Ampelregelung wäre wesentlich punktgenauer als die nun geltenden Maßnahmen. Anstatt auf regionale Entwicklungen zu reagieren, habe man „enorme Beschränkungen über ganz Österreich gestülpt“. Dies habe Auswirkungen auf Veranstaltungen aller Art, private Feiern wie Taufen, Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern seien ebenso betroffen wie öffentliche Events. Viele Gastronomen, aber auch Hochszeitsplaner, Veranstaltungstechniker und unzählige andere Unternehmerinnen und Unternehmer, die direkt oder indirekt mit der Organisation von Veranstaltungen beschäftigt seien, stünden damit vor unlösbaren Problemen.

"Objektiv gibt es keinen Grund dafür"

In die Veranstaltungen, die in den kommenden Wochen stattfinden sollten, seien bereits Wochen an Vorbereitungen investiert. Dass nun quasi über Nacht alles anders sein soll und wieder jede Planungssicherheit für Betriebe über Bord geworfen werde, sorge für große Irritation. Sternad: „Wir sprechen hier von tausenden Unternehmen mit unzähligen Mitarbeitern, die nicht wissen, wie es weitergehen soll. Dabei gibt es objektiv betrachtet keinen Grund, warum derzeit für Kärnten dieselben Regelungen gelten sollen wie für die Bundeshauptstadt.“ Genau solche ungerechten und willkürlichen Schnellschüsse wären durch die Ampelregelung erspart geblieben.

Für jene Unternehmen, die sich auf die Organisation von Events spezialisiert haben, sei die jetzige Regelung wie ein zweiter Lockdown, kritisierte Astrid Legner, Obfrau der Fachgruppe Freizeit- und Sportbetriebe: „Die Kunden rufen an und sagen reihenweise Veranstaltungen ab, was einerseits natürlich verständlich ist, aber die Betriebe an den Rand ihrer unternehmerischen Existenz drängt.“

Kärntens Tourismus fordert von der Bundesregierung ein differenziertes Vorgehen - und vor allem das Einbeziehen der regionalen Infektionsdynamik sowie eine stringente Umsetzung des Ampelsystems, wie dies ursprünglich auch geplant war. „Es ist uns völlig unverständlich, warum nicht zumindest versucht wurde, das Ampelsystem erfolgreich umzusetzen“, so Legner und Sternad.

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