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Chronik Österreich
11/21/2019

Schläfchen nach Schießübungen löste stundenlangen Cobra-Einsatz aus

In Weer in Tirol wurden am Vormittag Schüsse gemeldet. Da der Schütze nicht erreichbar war, ging die Polizei von einer Gefahrenlage aus.

Vier Stunden lang hielt ein junger Bursche in Weer in Tirol (Bezirk Schwaz) am Donnerstag die Polizei in Atem. Passanten hatten beobachtet, wie der 25-Jährige mit einem Gewehr Schüsse abgab und um 9.25 Uhr Alarm geschlagen.

"Wir mussten von einer Gefahrenlage ausgehen und haben daher einen in so einem Fall üblichen Einsatz hochgefahren", erzählt Christoph Hundertpfund vom Landeskriminalamt Tirol. Die Siedlung rund um das Haus des 25-Jährigen wurde abgesperrt.

Belagerung verschlafen

Um 13.30 Uhr konnte der Einsatz, an dem rund 50 Mann - unter anderem vom Sondereinsatzkommando Cobra - beteiligt waren, beendet werden. Wie sich herausstellte, hatte sich der Schütze weder verschanzt oder gar Geiseln genommen. Von der Belagerung seines Hauses dürfte er nichts mitbekommen haben.

"Der Betroffene hat sich ins Bett gelegt und sein Handy ausgeschaltet. Deshalb war er für uns nicht erreichbar", sagt Hundertpfund. Wie sich letztlich herausstellte, besitzt der junge Mann legal eine Langwaffe und verfügt über einen Waffenschein und eine Jagdkarte.

Der 25-Jährige wurde zur Einvernahme mitgenommen. Er dürfte Schießübungen gemacht haben.