Burgenland: Unbekannte stahlen tonnenweise Holunder

Diebe plünderten eine Plantage im Bezirk Neusiedl am See. Bis zu elf Tonnen Edelholunder sind verschwunden, der Schaden beläuft sich auf 6.000 Euro.
Ein Holunderbusch mit reifen, dunklen Beeren vor blauem Himmel.

Mit einem ungewöhnlichen Coup hat es die Polizei im Burgenland zu tun: In Deutsch Jahrndorf (Bezirk Neusiedl am See) haben in den vergangenen Tagen Unbekannte eine Holunderplantage geplündert, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland am Samstag. Nach ersten Schätzungen dürften laut Polizei bis zu elf Tonnen Holunderbeeren gestohlen worden sein. Dem Eigentümer entstand dadurch ein Schaden von mindestens 6.000 Euro.

Bei den gestohlenen Beeren handelt es sich um Edelholunder, der auch in der Pharmazie und in der Farbmittelindustrie verwendet wird, so ein Polizist. Die betroffene Plantage liegt ein paar Hundert Meter von der ungarischen Grenze entfernt und ist etwa ein Hektar groß.

Beute für Saft-Herstellung

Die Holunderdiebe dürften seit Montag am Werk gewesen sein. Um an die Beeren zu gelangen, zwickten sie den Zaun auf. Der Besitzer entdeckte den Schaden gestern, Freitag früh, als er selbst ernten wollte, schilderte der Beamte. In der Nacht auf heute haben die Diebe dann erneut das Feld heimgesucht.

Schon aufgrund der Menge des Diebesgutes geht man bei der Polizei davon aus, dass mehrere Täter am Werk waren. Auch für den Abtransport waren entsprechende Kapazitäten notwendig. Diejenigen, die die "Ernte" durchführten, dürften nicht gewusst haben, dass es sich um Edelholunder handelt, hieß es von der Polizei. Somit dürften die Beeren nicht für pharmazeutische Zwecke, sondern wohl eher zum Herstellen von Saft verwendet werden.

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