Chronik | Österreich
30.06.2018

Burgenländische Disco wurde evakuiert

300 Menschen wurden aus dem Gebäude gebracht. Die Polizei geht nach den ersten Ermittlungen von Brandstiftung aus

Wegen eines Brandes in einer Diskothek in Oberpullendorf im Burgenland mussten Freitagabend die rund 300 Gäste ins Freie gebracht werden. Eine Person erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung. Das Feuer dürfte gelegt worden sein. Bei den Ermittlungen der Polizei sei herausgekommen, dass das Papier des Toilettenspenders in einem Herren-WC angezündet worden war. Ein technischer Defekt könne ausgeschlossen werden.

Das Feuer war gegen 22 Uhr ausgebrochen. Ein Mitarbeiter entdeckte den Brand und löschte ihn mit einem Handfeuerlöscher. Der Rauch breitete sich jedoch in Teilen des Lokals aus, woraufhin die Besucher über die Notausgänge ins Freie gebracht wurden. Insgesamt waren drei Feuerwehren mit 70 Mitgliedern im Einsatz. Laut dem Kommandanten der Stadtfeuerwehr Oberpullendorf, Gerald Schmidt , befanden sich die jugendlichen Gäste beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits vor dem Lokal. „Das hätte natürlich schlimm ausgehen können“, meinte Schmidt. Samstagmittag war der Einsatz der Brandermittler abgeschlossen. Die Suche nach dem Brandverursacher sei noch am Laufen, hieß es von der Polizei. Für Hinweise, die zur Auffindung des Täters führen, wurde eine Belohnung in der Höhe von 1000 Euro ausgesetzt. Die Diskothek konnte am Samstag wieder geöffnet werden.