Chronik | Österreich
29.06.2018

Bundesheerhubschrauber in Kärnten abgestürzt: Keine Verletzten

"Die Alouette 3 ist auf allen drei Rädern hart aufgeschlagen." Der Pilot und drei Mitfliegende seien unverletzt ausgestiegen.

Nahe der Wolayerseehütte in den Karnischen Alpen ist am Freitag um 10.26 Uhr ein Hubschrauber des Bundesheeres abgestürzt. Wie Ministeriumssprecher Michael Bauer zur APA sagte, gab es keine Verletzten. "Die Alouette 3 ist auf allen drei Rädern hart aufgeschlagen. Dann ist die Maschine umgefallen und hat zu brennen begonnen", erklärte Ministeriumssprecher Michael Bauer. Der Hubschrauber stand nach 11.00 Uhr weiter in Flammen, erste Einsatzkräfte waren bereits an Ort und Stelle. Weitere Einsatzkräfte befanden sich kurz nach dem Unglück auf dem Weg zur Absturzstelle.

Für die Besatzung des Hubschraubers war der Unfall mehr als brenzlig. Wie ein Augenzeuge dem KURIER berichtet, fing die Maschine Feuer, kaum dass Pilot, Flugretter und Techniker, ausgestiegen waren: „Der Hubschrauber hat sofort zu brennen angefangen.“ Offenbar hat eine Böe die Alouette erwischt. Der Pilot musste hart aufsetzen. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Die Besatzung befindet sich derzeit auf der nahe der Unfallstelle gelegenen Wolayerseehütte des Alpenvereins. Der Hubschrauber brannte vollkommen aus.

Laut einer Aussendung des Verteidigungsministeriums war der Hubschrauber zum Personal- und Materialtransport beim Sicherungsanlagenbau am Plöckenpass im Einsatz. Beim Landeanflug geriet er wegen starken Rückenwindes in Turbulenzen. Ein "Search-und Rescue-Team (SAR)" der Luftstreitkräfte wurde mit einer weiteren "Alouette III" zur Unfallstelle entsandt. Im Team befindet sich auch ein Notarzt. Zur Aufklärung wurde eine Flugunfallkommission gebildet.

Die "Alouette III" ist ein leichter Verbindungs- und Transporthubschrauber mit einem Dreiblatt-Haupt- und Heckrotor, einem unverkleideten Turbinentriebwerk und einem Räderfahrwerk.