Chronik | Österreich
29.03.2018

Brandstiftung im eigenen Haus: Mann nahm sich das Leben

Er soll in seinem Haus in der Südoststeiermark Feuer gelegt haben. Leiche des 35-Jährigen wurde in Ungarn gefunden.

Ein 35-jähriger Oststeirer, der Montagfrüh in seinem eigenen Haus Feuer gelegt haben soll, ist tot. Er hat sich das Leben genommen und wurde nahe dem ungarischen Szentgotthard gefunden, teilte die Landespolizeidirektion Steiermark am Donnerstag mit.

Der Mann hatte am Montag kurz nach 4.00 Uhr Brandbeschleuniger im Wohnzimmer seines Hauses im Bezirk Südoststeiermark verschüttet und dann angezündet. Seine Lebensgefährtin, vier Kinder und seine Mutter schliefen zu dem Zeitpunkt im Haus.

Der Sohn wurde rechtzeitig wach und entdeckte das Feuer. Der Rauch hatte sich schon ausgebreitet, die Flammen erloschen dann aber wegen Sauerstoffmangels im geschlossenen Raum. Die 61-jährige Mutter des Verdächtigen musste im Krankenhaus wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung ambulant behandelt werden.

Eine Fahndung nach dem 35-Jährigen verlief ergebnislos. Nun wurde seine Leiche gefunden. Der Oststeirer galt als psychisch krank. Er hatte sich vor etwas mehr als einem Monat selbst in das LKH Graz Süd-West, Standort Süd (ehemalige Landesnervenklinik Sigmund Freud, Anm.) einweisen lassen. Erst vor wenigen Tagen war er wieder nach Hause gekommen.