Chronik | Österreich
26.10.2018

Brand in Wohnhausanlage: Bewohner in Lebensgefahr

In der Steiermark erlitt ein 29-jähriger Mann schwere Verbrennungen und musste ins AKH Wien gebracht werden.

Nach einem Brand in einem Mehrparteienhaus im obersteirischen Trieben (Bezirk Liezen) mussten die 17 Bewohner in der Nacht auf den Nationalfeiertag wegen eines Brandes evakuiert werden. Ein 29-jähriger Mann wurde von den Feuerwehrleuten schwer verletzt gerettet, er kam in das Krankenhaus Rottenmann. Aufgrund seiner schweren Verbrennungen wurde er schließlich in die Spezialklinik ins Wiener AKH geflogen, so das Bereichsfeuerwehrkommando Liezen. Laut Polizei schwebt der Mann in Lebensgefahr.

„Wir wurden kurz nach Mitternacht alarmiert. Um sicher zu gehen, dass sich niemand mehr in den Wohnungen befindet, mussten wir Türen gewaltsam aufbrechen“, sagt der Sprecher der Bezirksfeuerwehr, Christoph Schlüßlmayr.

Nicht abgeschaltete Herdplatte

Die Brandermittler fanden heraus, dass die Flammen vermutlich durch eine nicht abgeschaltete Herdplatte entstanden waren. Die Hitze hatte die Kücheneinrichtung in Brand gesetzt. Als das Feuer auf den Dachstuhl übergriff, wurden zusätzliche Wehren nachalarmiert und der Innenangriff gestartet. „Mittels zweier Drehleitern wurde ein umfassender Löschangriff gestartet“, sagt Schlüßlmayr. Bei dem Einsatz wurden auch zwei Feuerwehrmänner verletzt: Einer musste wegen einer Rauchgasvergiftung ins Spital, ein zweiter erlitt eine Platzwunde.

Fünf Bewohner wurden vorübergehend in der Volksschule und danach in einem Gasthaus untergebracht.

Freitagfrüh erledigten die Feuerwehren Nachlöscharbeiten, um letzte Glutnester zu bekämpfen. Ein Ausbreiten des Brandes auf darunterliegende Geschoße ließ sich verhindern. 156 Feuerwehrleute von 18 Wehren waren im Einsatz.