Chronik | Österreich
14.08.2018

Bodycams für die Polizei: Einführung verzögert sich

Erst in den nächsten Wochen wird die Vergabe des Auftrags an einen Hersteller erfolgen.

Die Bodycams für die Polizei lassen weiter auf sich warten. Nach dem einjährigen Probebetrieb bis März 2017 war die Entscheidung gefallen, dass Bodycams in ganz Österreich in den Echtbetrieb kommen sollen. Allerdings wird erst in den nächsten Wochen die Vergabe des Auftrags an einen Hersteller erfolgen, bestätigte Christoph Pölzl, Sprecher des Innenministeriums, einen Bericht von wien.orf.at.

Beim Probebetrieb waren zwei Fabrikate getestet worden. Aus rechtlichen Gründen habe man die Ausschreibung aber nicht genau auf dies beiden Geräte zuschneiden können. Außerdem waren die vor rund zwei Jahren getesteten Produkte schon veraltet. An der Ausschreibung haben sich nun vier Unternehmen beteiligt. "Die Modelle, die uns da nun vorgelegt worden sind, sind die neueste technische Generation", sagte Pölzl am Dienstag zur APA. "Wir stehen jetzt vor dem Abschluss des technischen Prüfverfahrens. In den kommenden Wochen erfolgt dann die Vergabe."

Prinzipiell spreche man sich für das beste Gerät aus, erläuterte der Sprecher. Wenn allerdings das beste um vieles teurer sei, müsse man auch hinterfragen, ob die technischen Vorteile auch einen weit höheren Preis rechtfertigen. "Im Vergaberecht ist eine genaue Begründung für die Entscheidung gefordert", betonte Pölzl.