Unfall Triestingtal

© Einsatzdoku

Todesopfer
08/31/2013

Biker starb: Tacho steckte bei 240 km/h

Zwei Todesopfer nach schweren Motorradunfällen in Niederösterreich und Kärnten.

Mit dem zurückgekehrten Sommer waren gestern auch die Motorradfahrer wieder vermehrt auf den Straßen unterwegs. Schwere Unfälle waren die traurige Begleiterscheinung.

Viel zu schnell und vermutlich ortsunkundig war gestern Vormittag ein 59-jähriger Biker aus dem Bezirk Mistelbach auf der B 18 zwischen Altenmarkt und Weissenbach an der Triesting im Bezirk Baden, NÖ, unterwegs. Zeugen beobachteten, wie der Motorradfahrer auf der Höhe Föhrenhof bei hohem Tempo mehrere Pkw überholte, dann aber in der folgenden Rechtskurve auf die linke Fahrbahnseite geriet. Just in dem Moment kam ihm ein Lkw entgegen.

Der frontale Crash mit dem Laster endete fatal. Der Biker wurde samt seiner Maschine zur Seite geschleudert und lebensgefährlich verletzt. Sofort eingeleitete Rettungsmaßnahmen für den Verletzten waren erfolglos, der 59-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Das Team des Rettungshubschraubers Christophorus 3 konnte nicht mehr helfen. Der Lkw-Lenker erlitt einen Schock.

Tacho-Nadel

Der vom Fahrgestell des Motorrads abgerissene Tacho der Maschine schockte die Retter. Die Tacho-Nadel war bei 240 km/h stecken geblieben. Dass der Weinviertler tatsächlich mit einem derartigen Höllentempo unterwegs war, wurde von Fachkundigen an Ort und Stelle aber bezweifelt.

Ebenfalls tödlich endete der schwere Sturz eines 32-jährigen Motorradfahrers auf der Turracher Bundesstraße in Kärnten im Bezirk Feldkirchen. Der Mann war auf der beliebten Motorradstrecke in einer Rechtskurve ins Schleudern geraten, gegen die Leitschiene gekracht und auf einem Gehweg aufgeprallt. Das Bike schlitterte noch 100 Meter weiter. Für den Fahrer gab es keine Hilfe mehr.

Glimpflicher endete gestern Mittag der Unfall eines 62-jährigen Bikers im Bezirk Horn, NÖ. Er kollidiert mit einem Straßenpflock und stürzte. Schwer verletzt wurde er ins Klinikum Horn eingeliefert.

Diese neuerlichen schweren Biker-Unfälle heizen die Diskussion um die drastische Zunahme der tödlichen Zwischenfälle weiter an. Mit mehr als 60 Toten wurden heuer bereits jetzt weit mehr Opfer bei Motorradunfällen als im gesamten Vorjahr registriert. Verkehrsexperten verweisen darauf, dass vor allem die Altersgruppe 45 Plus bei den Biker-Todesfällen immer stärker vertreten ist.

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