Betrunkener küsste fremde Frau in falschem Bett

Ein Mann küsst eine Frau auf die Stirn.
Zwischenfall, der sich vor acht Jahren in der Türkei zugetragen haben soll, wurde vorläufig beendet.

Ein Zwischenfall, der sich vor acht Jahren in der Türkei zugetragen haben soll, wurde am Landesgericht Klagenfurt vorläufig beendet: Einem Kärntner wurde vorgeworfen, während des Urlaubs eine deutsche Touristin auf deren Segelboot begrapscht zu haben. Der mittlerweile 44-Jährige gab vor Gericht an, sich an nichts mehr erinnern zu können: „Ich habe vier große Bier, eine Falsche Wein, zehn bis fünfzehn Bacardi Cola getrunken.“

Deshalb dürfte er wohl die Schiffe verwechselt haben: Statt im Hafen auf das Boot seiner fünf Freunde zu gehen, marschierte er auf das Schiff eines deutschen Ehepaares, das nebenan angelegt hatte.

Dort soll er sich teilweise ausgezogen, zu dem schlafenden Ehepaar in das Bett gelegt und begonnen haben, die ihm völlig fremde Frau zu küssen. Die 60-Jährige stellte sich aus Angst zunächst tot, begann dann aber doch zu schreien: Der Kärntner rannte von Bord ohne Mobiltelefon und auch ohne Unterhose.

Der Klagenfurter Richter Gert Pöllinger betonte, die Vorgänge in der Kajüte ließen sich nicht mehr völlig nachvollziehen. Deshalb verhängte er einen Freispruch im Zweifel. Rechtskräftig ist er noch nicht, Staatsanwältin Antoinette Tröster meldete Nichtigkeit an.

Das ist nicht das erste Urteil in diesem Fall: In der Türkei fasste der Kärntner 2008 dreieinhalb Jahre Haft aus. Dort wurde verhandelt, ohne dass der Angeklagte zum Prozesstermin erschien. Sollte er erneut in die Türkei einreisen, drohen Probleme.

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