© Reinhard Vogel

Salzburg
08/12/2013

„Bergung“ im Polizeihelikopter: 2300 Euro Kosten

Ein niederländisches Paar ließ sich vom Kleinen Göll im Tennengau vom Polizeihubschrauber ins Tal bringen.

Der komfortable Abstieg im Polizei-Hubschrauber vom Kleinen Göll im Tennengau im Juni 2013 kam ein Paar aus den Niederlanden teuer zu stehen. Die Bezirkshauptmannschaft Hallein stellte ihnen nämlich die Kosten des Fluges in der Höhe von 2300 Euro in Rechnung. Das Duo hat diese auch schon gezahlt.

Der Mann (30) und die Frau (27) waren heuer im Juni von Golling auf den Kleinen Göll (1753 Meter) gestiegen. Wegen des offenbar rutschigen und nassen Geländes konnten sie oder trauten sie sich nicht mehr vom Gipfel abzusteigen. Die beiden setzten einen Notruf ab, der Polizeihubschrauber brachte sie ins Tal. Zum Verhängnis wurden den beiden dann aber ein Eintrag ins Gipfelbuch: H. und M. aus Holland waren am Gipfel. Zurück gehen wir mit dem Helikopter.

Einem Alpinpolizisten fiel diese Notiz auf, weshalb auch die Staatsanwaltschaft verständigt wurde; das Verfahren wurde inzwischen eingestellt. Es konnte kein strafbarer Tatbestand festgestellt werden.

Signalwirkung

„Wir haben eine Dienstleistung erbracht, und die war zu bezahlen. Es sollte kein Schaden für die Allgemeinheit entstehen“, hieß es dazu am Montag aus der Bezirkshauptmannschaft Hallein. Es handle sich hier aber um keine Strafe. Der Bescheid sei als Signal zu verstehen, dass bei Hilfeleistungen die Schwelle nicht weiter nach unten gehen dürfe, denn jeder Einsatz sei auch ein Risiko für die Helfer. „Hilfe sollte nur dann gerufen werden, wenn es wirklich notwendig ist.“

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