Chronik | Österreich
03.10.2018

Bau von neuem Gymnastikraum: Mehrkosten für Happyland

Kritik der Grünen, dass Gymnastikraum um 500.000 Euro ohne wirtschaftliche Rentabilitätsuntersuchung von Experten gebaut wird.

Das Happyland in Klosterneuburg (Bezirk Tulln) sorgt regelmäßig für Schlagzeilen. Sepp Wimmer von den Grünen kritisiert nun: „Um 500.000 Euro wird ein Gymnastikraum errichtet, ohne dass dazu irgendein Experte eine wirtschaftliche Rentabilitätsuntersuchung gemacht hätte. Diese 500.000 Euro Investition wird allein auf Kalkulation des neuen Geschäftsführers vorgenommen, welcher weder Erfahrung auf diesem Sektor noch im Management eines multifunktionalen Freizeitzentrums hat.“ Eine derart hohe Investition bei einem Freizeitzentrum, welches Millionenabgänge produziere, dürfe nicht so leichtfertig gemacht werden. Zur Erinnerung: Die 2013 begonnen Generalsanierung hätte ursprünglich 14 Millionen Euro kosten sollen. Laut Wimmer übersteigt der Betrag jedoch inzwischen 16 Millionen Euro.

Leistungen

Geschäftsführer Wolfgang Ziegler erwidert: „Ich finde es schade, dass das Happyland als ein positiver Ort für Sport für Jung und Alt allzu oft nur für politische, negative Kritik herhalten muss.“ Er selbst habe mehr als 20 Jahre Erfahrung im Sportmanagement und damit durchaus auch mit unternehmerischen Investitionsentscheidungen.

„Dem jährlichen Abgang des Happylands stehen aufgrund des Auftrags der Stadtgemeinde Klosterneuburg klar nachvollziehbare Leistungen entgegen“, sagt Ziegler. Er nennt etwa Schulschwimmkurse, Vereinsschwimmen etc. Die Stadtgemeinde schieße jährlich 1,2 Millionen Euro zu. Der Gymnastikraum soll sich laut Ziegler in etwa sechs bis acht Jahren rechnen. Ursprünglich war der Bau mit 350.000 Euro angesetzt und wurde im Gemeinderat Ende 2017 beschlossen. Im Zuge der genaueren Planung kam es laut Ziegler aber zu einer Steigerung der Kosten.