Chronik | Österreich
29.09.2018

Basejumper am Dachstein tödlich verunglückt

Sportler aus Graz war gegen Felswand geprallt - Leichnam wurde von Kletterern gefunden.

Ein 36 Jahre alter Basejumper aus Graz ist am Donnerstag bei einem Unfall am Dachstein in der Obersteiermark ums Leben gekommen, wie die Landespolizeidirektion Steiermark am Samstag mitteilte. Der Leichnam wurde erst am Freitag zu Mittag von Kletterern gefunden und mit einem Hubschrauber zu Tal geflogen.

Der 36-Jährige war alleine zur Absprungstelle für Basejumper am Dachstein gegangen. Gegen Mittag dürfte er dann seinen Absprung in die Dachsteinsüdwand ausgeführt haben. Gleich danach dürfte es zu einem Kontakt mit der Felswand gekommen sein, wonach sich der Gleitschirm öffnete. Der 36-Jährige kam auf einem Felsband in rund 2.600 Metern Seehöhe zu liegen. Er dürfte schon beim Aufprall auf dem Fels tödliche Verletzungen erlitten haben

Schwierige Bergung

Gegen Mittag des Freitag durchstieg eine Seilschaft die Kletterroute "10 nach 5" in der Dachsteinsüdwand und bemerkte dabei den roten Gleitschirm des Abgestürzten. Die Alpinisten verständigten die Einsatzkräfte. Der Rettungshubschrauber Christophorus 14 des ÖAMTC aus Niederöblarn flog zur Unfallstelle, konnte aber eine direkte Bergung nicht vornehmen. Es wurde eine Seilschaft der Bergrettung Ramsau in die Dachsteinsüdwand eingeflogen, die zur Unfallstelle aufstieg.

Der Leichnam wurde danach mit Hilfe der Bergrettung von der Besatzung des Polizeihubschraubers der Flugeinsatzstelle Graz mittels Tau von rund 100 Metern Länge geborgen und nach Ramsau am Dachstein geflogen.