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Chronik Österreich
10/21/2019

Baby starb in Salzburger Klinik: Strafantrag gegen zwei Ärzte

Die Ermittlungen sind beendet, die Verfahren gegen drei weitere Mediziner und das Krankenhaus wurden eingestellt.

Nach dem Tod eines 17 Monate alten Buben nach einer Routine-Operation in den Salzburger Landeskliniken (SALK) hat die Staatsanwaltschaft Salzburg laut Opferanwalt Stefan Rieder gegen zwei Ärzte einen Strafantrag eingebracht. Das Strafverfahren gegen das – aus drei Medizinern – bestehende Notfallteam sowie gegen die SALK nach dem Verbandsverantwortlichkeitsgesetz wurde laut Staatsanwaltschaft Salzburg eingestellt.

Gegen den erstbehandelnden Kinderchirurgen und den Anästhesisten sei ein Strafantrag wegen grob fahrlässigen Tötung eingebracht worden, berichtet die APA.

Der kleine David war im April 2018 wegen einem blutenden Muttermal an der Wange aus Vorsicht, dass es zu einer Infektion kommen könnte, ins Krankenhaus gebracht worden. Obwohl der Bub nicht nüchtern war, wurde ein sofortiger Eingriff unter Narkose vorgenommen. Kurz nach Beendigung der Operation hat der Bub Erbrochenes eingeatmet, in weiterer Folge verstarb er. Ein kinderchirurgischer Gerichtsgutachter kam zum Ergebnis, dass die Operation auch später hätte erfolgen können und nicht alle Möglichkeiten zur Blutstillung ausgeschöpft worden waren.