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Chronik Österreich
07/08/2019

36-jährige Grazerin starb nach Tauchunfall in Kroatien

Die junge Frau war zusammen mit einer Gruppe zu einem Wrack in rund 38 Metern Tiefe getaucht. An der Oberfläche verlor sie das Bewusstsein.

Eine 36-jährige Grazerin ist am Wochenende in Kroatien bei einem Tauchunfall ums Leben gekommen, das bestätigte das Außenministerium am Montag. Die Frau war zusammen mit einer ganzen Gruppe zum Wrack der "Baron Gautsch" in rund 38 Metern Tiefe hinuntergetaucht. Zurück an der Oberfläche bekam sie Probleme und wurde bewusstlos. Sie starb später im Krankenhaus in Pula.

Das Passagierschiff der Reederei Österreichischer Lloyd war im August 1914 vor Rovinj gesunken und gilt unter Tauchern als ein beliebstes Ziel - es wird "Titanic der Adria" genannt. Private Tauchgänge sind allerdings verboten, nur Tauchbasen mit Genehmigung dürfen Kunden zum Wrack führen. Für Samstag hatte die 36-Jährige, sie ist laut Außenministerium in Graz wohnhaft, so einen Ausflug gebucht. Zunächst lief alles nach Plan, aber beim Aufstieg an die Oberfläche dürfte es Probleme gegeben haben.

Beim Tauchen in mehr als 30 Metern Tiefe gilt es besondere Gefahren zu bedenken: Zum einen können Taucher ab rund 30 Metern und mehr in einen Tiefenrausch verfallen, der einem Alkoholrausch ähnelt und zu unbedachten Handlungen verleitet. Zum anderen müssen beim Auftauchen aus dieser Tiefe sogenannte Dekostopps eingelegt werden. Dabei wird Stickstoff, der sich während des Tauchgangs komprimiert im Körper anreichert, langsam abgebaut - also dekomprimiert. Geschieht das nicht und wird zu rasch aufgetaucht, dehnt sich der Stickstoff in den Gefäßen wegen des geringeren Drucks an der Oberfläche plötzlich aus und führt zu schweren Verletzungen, die bis zum Tod führen können.