Der 29-Jährige wurde zu 20 Monaten bedingter Haft verurteilt.

© APA/GEORG HOCHMUTH

Salzburg
04/08/2014

18 Jahre Haft wegen Eifersuchtsmord an Gattin

Der Mann hatte seine Frau vernutlich vor den Augen der dreijährigen Tochter getötet.

Fünf tiefe Messerstiche in Brust und Bauch und einen tödlichen Schnitt, der beide Halsarterien durchtrennt hatte, soll ein 37-jähriger Bosnier seiner Ehefrau aus Eifersucht zugefügt haben. Am Dienstag wurde er am Landesgericht Salzburg wegen Mordes nicht rechtskräftig zu 18 Jahren Haft verurteilt. Bis zuletzt beteuerte der Angeklagte, er könne sich daran nicht erinnern.

Die Bluttat hat sich am 6. September 2013 in der Wohnung des Paares im Salzburger Stadtteil Taxham zugetragen. Laut Anklage soll die 26-jährige Amira ihrem Mann Izet eine Affäre gestanden haben. Daraufhin soll er sie im Streit getötet haben, vermutlich vor den Augen ihrer dreijährigen Tochter. Angehörigen-Anwalt Stefan Rieder sprach von einem regelrechten "Abschlachten".

Verteidiger Karl Wampl plädierte auf Notwehr, und stellte sogar in den Raum, die Frau habe ihren Mann mit Mordabsicht attackiert und sich dann selbst getötet. Der Angeklagte gab an, er sei im Gerangel bewusstlos geworden und auf seiner blutüberströmten Frau aufgewacht.

Der Filmriss sei eine Schutzbehauptung, meint Anwalt Rieder: "Der finale Halsschnitt wurde mit immenser Kraft vollzogen. Die Suizid-These ist absurd."

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